Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.02.2015

10:22 Uhr

Dialog

Chipentwickler setzt auf Verbraucherelektronik

Dank des Booms in der Verbraucherelektronik hofft der Chipentwickler Dialog auf ein erneutes Jahresplus – es wäre das neunte in Folge. Die Aussichten sehen rosig aus.

2014 hatte das schwäbisch-britische Unternehmen bei einem Umsatzplus von 28 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar seinen Konzerngewinn auf 138,1 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

Dialog

2014 hatte das schwäbisch-britische Unternehmen bei einem Umsatzplus von 28 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar seinen Konzerngewinn auf 138,1 Millionen Dollar mehr als verdoppelt.

MünchenDer Chipentwickler Dialog Semiconductor erwartet dank des Booms der Verbraucherelektronik das neunte Jahresplus in Folge. „Aus heutiger Sicht rechnen wir für 2015 erneut mit einem guten Wachstumsjahr“, erklärte Vorstandschef Jalal Bagherli am Donnerstag. Bereits im laufenden Quartal würden die Einnahmen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um etwa ein Viertel steigen, sagte er voraus. Sein Haus profitiere von neuen Kunden im Fernen Osten wie Mediatek oder LG, die Dialog-Chips in ihre Smartphones oder Tablet-PCs verbauen. Im Gesamtjahr werde die Bruttomarge auf dem Vorjahresniveau von gut 45 Prozent liegen.

2014 hatte das schwäbisch-britische Unternehmen bei einem Umsatzplus von 28 Prozent auf 1,16 Milliarden Dollar seinen Konzerngewinn auf 138,1 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Das Geld steckte Bagherli in die Schuldentilgung, der Apple -Zulieferer hat mittlerweile keine Bankkredite mehr. Auf eine Dividende lässt er die Eigentümer indes weiter warten. „Als Wachstumsfirma brauchen wir Zugang zu Cash für Investitionen in neue Technologien, neue Produkte, Lizenzen und bei Gelegenheit auch Akquisitionen“, sagte Bagherli in einer Telefonkonferenz.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Eine Gewinnausschüttung gebe es daher erstmal nicht. Die Dialog-Aktie gab im frühen Handel gut ein Prozent nach.

Analysten äußerten sich optimistisch zur weiteren Entwicklung der ursprünglich aus Kirchheim/Teck stammenden Firma. „Wir rechnen damit, dass Dialog sich im Jahresverlauf neue, höhere Ziele steckt“, erklärte Karsten Illtgen vom Bankhaus Lampe. Die Smartwatch von Apple werde zwar nur geringen Einfluss auf den Dialog-Umsatz haben, im Herbst sei aber mit dem ersten Apple-Gerät zu rechnen, das zwei Dialog-Chips in sich trägt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×