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20.03.2013

11:07 Uhr

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Adobe-Technikchef geht zu Apple

Apple hat den Technik-Chef Adobes abgeworben. Dieser könnte Apple bei den Cloud-Diensten helfen. Der IT-Riese Apple und der Softwarekonzern Adobe sind derzeit schlecht aufeinander zu sprechen.

Hier ist Kevin Lynch noch Technikchef von Adobe. Nun arbeitet er für Apple. dpa

Hier ist Kevin Lynch noch Technikchef von Adobe. Nun arbeitet er für Apple.

CupertinoApple hat den bisherigen Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, abgeworben. Er wird als Vizepräsident in der neuen Technologie-Gruppe von Apple-Urgestein Bob Mansfield arbeiten, wie Apple am Mittwoch bekanntgab. Lynch kann Apple unter anderem beim Ausbau von Cloud-Diensten helfen: Er war bei Adobe federführend an der technischen Umsetzung des Schwenks von Verkaufssoftware hin zu Abo-Modellen mit Netzwerk-Speicher beteiligt.

Apple und Adobe haben eine wechselhafte Geschichte. In den Anfangszeiten von Apple arbeiteten die beiden Unternehmen eng zusammen. Zuletzt herrschte zwischen ihnen eine Eiszeit, nachdem Apple-Gründer Steve Jobs die Adobes Multimedia-Software Flash von den iPhones und iPads verbannte, weil sie fehleranfällig sei und die Batterielaufzeit verschlechtere. Adobe wies die Kritik zurück.

Die wichtigsten Akteure bei Apple

Tim Cook

Apple-Gründer Steve Jobs holte den Computermanager Tim Cook 1998 zu Apple und vertraute ihm die Führung des operativen Geschäfts an. Der Südstaatler mit der weichen Stimme ordnete die Produktions- und Vertriebskette radikal neu und machte Apple zu einer effizienten Geldmaschine, die Jobs’ kühne Visionen umsetzen kann. Im August 2011 übernahm der heute 51-jährige Cook permanent die Konzernführung. Er setzte eigene Akzente: Apple ist merklich offener in der Kommunikation geworden, auch was die Arbeitsbedingungen bei seinen chinesischen Zulieferern angeht. Ein revolutionäres Produkt wie das iPhone hat er bislang aber nicht vorstellen können.

Jony Ive

Der britische Designer Jonathan „Jony“ Ive stieß schon Anfang der 90er-Jahre zu Apple. Doch erst als Jobs 1997 wieder die Führung übernahm, blühte Ive voll auf. Seine Abteilung bekam größere Räume in einem Hochsicherheitstrakt des Hauptquartiers und die Lizenz zum Experimentieren. Aus Ives Labor stammen Innovationen wie die aktuellen Notebooks aus einem Stück Aluminium sowie das schlichte Design von iPhone, iPad und Mac. Viele Beobachter sehen am ehesten Ive als Jobs-Nachfolger, was die Zukunftsvisionen angeht. In seiner aktuellen Rolle als Verantwortlicher für das Design von Geräten wie auch der Software kommt er dieser Führungsrolle nahe.

Eddy Cue

Der Manager ist „Feuerwehrmann“ für brenzlige Angelegenheiten. Der Chef der iTunes-Plattform musste bereits den schlecht gestarteten Speicherdienst MobileMe retten – und machte die funktionierende iCloud daraus. Er soll auch die misslungenen Apple-Karten fit machen und den oft kritisierten persönlichen Assistenten Siri verbessern. Schon 2011 bekam Cue die Führung des gesamten Bereichs Internet-Software und Dienste übertragen. Damit ist er Chef über den iTunes Store, den App Store und den Büchershop iBooks. Mit dem Online-Speicher iCloud zeichnet er für einen Schlüsselbereich für die Zukunft von Apple verantwortlich.

Phil Schiller

Der „Senior Vice President“ für Marketing übernimmt stets die Präsentation der neuen Geräte – vom iPhone 5 bis zum iPad mini. Alle neuen erfolgreichen Produkte von Apple sind unter Schillers Regie vermarktet worden. Firmenchef Tim Cook tritt bei Produktvorstellungen meist in den Hintergrund und überlässt die Präsentation Schiller.

In dieser Zeit nahm der heutige Apple-Manager Lynch 2009 auch an einem Parodie-Video teil, in dem ein iPhone angeblich in einem Mixer zerhäckselt, gesprengt und von einer Straßenwalze überrollt wurde. Inzwischen gab sich Adobe geschlagen und stellte die Weiterentwicklung der mobilen Flash-Variante ein.

Von

dpa

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