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26.10.2014

17:23 Uhr

Digitales Bündnis

Siemens und Deutsche Telekom schmieden Allianz

ExklusivDie beiden deutschen Großkonzerne Siemens und Telekom sind ein gemeinsames Forschungsbündnis eingegangen. Sie wollen damit an allererster Stelle dem Standort Deutschland helfen.

Siemens-Verwaltung: Der Münchener Konzern arbeitet mit der Deutschen Telekom zusammen. dpa

Siemens-Verwaltung: Der Münchener Konzern arbeitet mit der Deutschen Telekom zusammen.

DüsseldorfDie beiden Dax-Konzerne Siemens und Deutsche Telekom haben ein enges Bündnis geschlossen, um die Digitalisierung der Industrie in Europa voranzutreiben. Beide vereinbarten nach Informationen des Handelsblatts (Montagsausgabe) eine Forschungs-Kooperation, die über drei Jahre läuft und für weitere Partner offen ist. „Wir machen das jetzt und gehen in Vorleistung“, sagt Hagen Rickmann, Vertriebschef der Telekom-IT-Tochter T-Systems.

Im Rahmen eines Pilotprojekts werden drei Siemens-Standorte digital miteinander vernetzt. Dabei soll unter anderem geklärt werden, wie Kommunikation in Echtzeit ohne Verzögerungen und die Sicherheit der Daten gewährleistet werden können. „Wir wollen zeigen, was geht“, sagte Wolfgang Heuring, Chef der Siemens-Konzernforschung.

Wofür steht Big Data?

Der Hype um die Daten

Unter Big Data versteht man Technologie zur Verknüpfung und Auswertung riesiger Datenmengen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen – etwa welche Produkte einem Kunden gefallen oder wo unentschlossene Wähler wohnen.

Riese Datenmengen

Das Datenaufkommen verdoppelt sich ungefähr alle zwei Jahre. Viele der Informationen erzeugen nicht Menschen, sondern Maschinen – beispielsweise Smartphones, intelligente Stromzähler oder Autos. Gerade Bewegungsdaten sind fürs Marketing relevant.

Vielfältige Quellen

Big Data bedeutet auch: Es werden Daten aus verschiedensten Quellen miteinander verknüpft und zu einem Profil verschmolzen. Marketing-Experten setzen beispielsweise auf klassische Kundendatenbanken, Bewegungsdaten von Smartphones sowie Informationen aus Sozialen Netzwerken. Auch die Wettervorhersage kann nützlich sein, um bestimmte Produkte zu verkaufen.

Ergebnisse in Echtzeit

Besonderen Reiz gewinnt Big-Data-Technologie durch ihre Geschwindigkeit: In vielen Fällen spucken die Superrechner die Ergebnisse in Echtzeit aus, oder sie beschleunigen zumindest die Berechnungen im Vergleich zu herkömmlichen Technologien deutlich.

Korrelation statt Kausalität

Big Data führt zu einer Veränderung im Denken: Wer große Datenmengen auswertet, kann statistische Zusammenhänge entdecken, ohne die Gründe dafür zu verstehen – Korrelation statt Kausalität. Das könnte langfristig verändern, wie wir Menschen Probleme lösen.

Ziel der beiden Konzerne ist es, den Vorsprung der hiesigen Industrie bei der sogenannten Industrie 4.0 – also bei der Digitalisierung der industriellen Fertigung – zu verteidigen. „Wir wollen dazu beitragen, dass 4.0 zum Nutzen für die Wirtschaft in Deutschland und Europa ist“, sagte Heuring.

Den vollständigen Artikel finden Sie als Digitalpass-Kunde hier zum Download.

Von

ax

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