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07.09.2016

11:55 Uhr

Digitalisierung der Medien

Informieren und inspirieren

VonJessica Schwarzer

Community, Virtual-Reality-Reportagen und Hackathon – die Medien sind in Bewegung. Doch welche Konzepte taugen für die Zukunft? Und wo kommen sie her? Das diskutierten Experten beim Düsseldorfer Terrassengespräch.

Tina Beuchler, Digital Director bei Nestlé, Katharina Borchert, Chief Innovation Officer bei Mozilla, Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online, Moderatorin Léa Steinacker, Digital Scout der Wirtschaftswoche und Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.

Selfie beim Düsseldorfer Terrassengespräch

Tina Beuchler, Digital Director bei Nestlé, Katharina Borchert, Chief Innovation Officer bei Mozilla, Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online, Moderatorin Léa Steinacker, Digital Scout der Wirtschaftswoche und

Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.

DüsseldorfDie Digitalisierung macht auch vor den Medien nicht halt. Die Zeiten, in denen einfach nur Papier bedruckt wurde, sind lange vorbei. Und es reicht auch längst nicht mehr, die Geschichten, Interviews und Reportagen einfach nur ins Internet zu stellen und durch Onlinetools wie Vergleichsrechner oder aber Videos zu ergänzen. Neue Konzepte müssen her. Und genau um die ging es beim Düsseldorfer Terrassengespräch der Verlagsgruppe Handelsblatt. „Wir müssen mutig sein und Dinge ausprobieren“, sagte Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.

Die Journalistin diskutierte an diesem sommerlichen Abend mit Katharina Borchert, Chief Innovation Officer von Mozilla, Tina Beuchler, Digital Director des Konsumgüterriesen Nestlé Deutschland, und Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online, über die „Digitalisierung der Medien“.

Innovationen kommen wie so oft aus den USA. Borchert lebt und arbeitet seit Januar im Silicon Valley, zuvor war sie Digitalchefin von Spiegel Online, und für sie ist klar: „Die US-Häuser sind besser ausgestattet und trauen sich auch mehr.“ In Deutschland würde es bei Medienhäusern und in Redaktionen oft heißen, wir bauen eine App und dann brauchen wir ein CMS, also Onlineredaktionssystem. „Deutsche Verlage trauen sich nicht genug“, lautet das Urteil der ehemaligen Journalistin. Und sie riet ihnen, nicht nur in die USA zu schauen, sondern unbedingt auch nach Asien, woher in Zukunft jede Menge Innovationen kommen dürften.

Die größten deutschen Medienkonzerne (Umsatz 2013)

Platz 10 – Funke Mediengruppe

Umsatz: 1,2 Milliarden Euro*

Platz 9 – Verlagsgruppe Weltbild

Umsatz: 1,59 Milliarden Euro*

Platz 8 – Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

Umsatz: 1,88 Milliarden Euro*

Platz 7 – ZDF

Umsatz: 2,01 Milliarden Euro

Platz 6 – Bauer Media Group

Umsatz: 2,4 Milliarden Euro

Platz 5 – Hubert Burda Media

Umsatz: 2,45 Milliarden Euro*

Platz 4 – ProSieben Sat.1

Umsatz: 2,61 Milliarden Euro

Platz 3 – Axel Springer

Umsatz: 2,8 Milliarden Euro

Platz 2 – ARD

Umsatz: 6,28 Milliarden Euro

Platz 1 – Bertelsmann

Umsatz: 16,36 Milliarden Euro

Quelle

Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

*Für diese Konzerne lagen die Umsatzzahlen von 2013 bei der Publikation im Mai noch nicht vor. In diesen Fällen wurden die zuletzt veröffentlichten Umsatzzahlen als Grundlage genommen.

Jochen Wegner teilte diese Ansicht nicht ganz. „Nicht alles, was aus den USA oder Asien kommt, ist adaptierbar“, sagte er. Allerdings musste er eingestehen, dass es mit der Innovationsfreude deutscher Medien nicht allzu weit her ist. „Wir schreiben zwar keine Pflichten-und-Lasten-Hefte mehr, aber wir leben von Tag zu Tag, anstatt große Masterpläne zu verfolgen“, so der Chefredakteur. Immerhin habe man bei Zeit Online einen promovierten Mathematiker eingestellt, um die Leser besser zu verstehen.

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