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20.01.2006

18:15 Uhr

Digitalkameramarkt

Spiegelreflex soll Sony schmücken

Nach dem Rückzug von Konica Minolta will Sony die Lücke schließen und in den Markt für digitale Spiegelreflex-Kameras einsteigen. Der japanische Elektronik-Riese strebt dabei gleich einen Marktanteil von rund einem Viertel an. Dies kündigte der für die Digitalbild-Sparte zuständige Manager Yutaka Nakagawa am Freitag in Tokio an.

HB TOKIO. Bislang wird der Markt für Digitalkameras mit Spiegelreflex-Funktion (SLR) von Canon und Nikon beherrscht. Sony, der weltgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern, hatte erst am Donnerstag die Übernahme von Geschäftsbereichen des traditionellen Kameraherstellers Konica Minolta bekannt gegeben. Bereits im Juli hatten beide Unternehmen angekündigt, gemeinsam digitale SLR-Kameras entwickeln zu wollen.

Sony ist zwar unter den Herstellern von Digitalkameras weltweit die Nummer zwei hinter Canon, hat aber im Bereich der digitalen SLR-Kameras bisher nicht Fuß gefasst. Diese Fotoapparate sind in der Regel teurer und qualitativ hochwertiger als herkömmliche Autofokus-Digitalkameras. Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Bauarten ist, dass bei den SLR-Kameras Wechselobjektive eingesetzt werden. In diesem Bereich fehlt es Sony aber an Erfahrung, weil der Konzern nie solche Objektive für traditionelle Film-Fotoapparate verkauft hat.

Um bei den digitalen SLR-Kameras die Marktmacht von Canon und Nikon zu brechen und ihren eigenen Absatz anzukurbeln, hatten sich bereits Pentax und Olympus mit Elektronikherstellern verbündet. Doch der schnell wachsende Markt bleibt auch so weiterhin unter einer Hand voll von Unternehmen aufgeteilt.

Sony-Manager Nakagawa sagte weiter, Sony werde sich auf vergleichsweise günstige Modelle konzentrieren, die den Massenmarkt erobern könnten. Der Konzern strebe so einen Marktanteil von 20 bis 25 Prozent an. „Weil es aber nur wenige Akteure auf diesem Markt gibt, möchte ich mir einen noch größeren Anteil schnappen.“

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