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28.05.2014

23:10 Uhr

Drei Milliarden Dollar

Apple kauft Kultkopfhörermarke Beats

Die knallbunten Kopfhörer des Hip-Hop-Produzenten Dr. Dre haben es Apple angetan. Der iPhone-Hersteller kauft die Kultmarke Beats für drei Milliarden Dollar. Es ist die größte Übernahme in der Geschichte von Apple.

Platz 3: Dr. DreMusikproduzent Dr. Dre ist hier zu sehen mit dem Corpus Delicti seines Erfolgs: Apples überraschende 3-Milliarden-Übernahme von Dres „Beats“-Kopfhörern potenzierten seine Einnahmen auf 620 Millionen Dollar in einem Jahr. Das macht dieses nicht nur zum besten Jahr in Dres an Superlativen ohnehin nicht armen Karriere und bringt den Künstler in die Top-3 dieser Liste. Es sind sogar die höchsten Jahreseinnahmen, die ein von „Forbes“ gelisteter Künstler jemals verzeichnete. Reuters

Platz 3: Dr. Dre

Musikproduzent Dr. Dre ist hier zu sehen mit dem Corpus Delicti seines Erfolgs: Apples überraschende 3-Milliarden-Übernahme von Dres „Beats“-Kopfhörern potenzierten seine Einnahmen auf 620 Millionen Dollar in einem Jahr. Das macht dieses nicht nur zum besten Jahr in Dres an Superlativen ohnehin nicht armen Karriere und bringt den Künstler in die Top-3 dieser Liste. Es sind sogar die höchsten Jahreseinnahmen, die ein von „Forbes“ gelisteter Künstler jemals verzeichnete.

CupertinoApple kauft für insgesamt drei Milliarden Dollar den Kopfhörer-Hersteller Beats. Der iPhone-Konzern bestätigte am Mittwochabend die mit Abstand größte Übernahme der Firmengeschichte. Die Begründer von Beats, der Hip-Hop-Star Dr. Dre und der einflussreiche Musikproduzent Jimmy Iovine, werden künftig zum Apple-Topmanagement gehören. Beats ist für seine Kopfhörer mit dem markanten roten „b“ bekannt und startete unlängst auch einen Streaming-Dienst für Musik.

Apple kauft sich mit Beats eine Eintrittskarte ins Geschäft mit Abo-Diensten, bei denen man für einen monatlichen Festbetrag Millionen Songs abrufen kann. In diesem Bereich gilt die schwedische Firma Spotify als treibende Kraft, hat aber auch viele Konkurrenten. Bei den Abo-Streamingdiensten gibt es derzeit das größte Wachstum in der Musik-Branche, während die Downloads ihren Höhepunkt scheinbar überschritten haben.

Das Streaming-Geschäft ist derzeit aber noch viel kleiner als der CD-Verkauf oder das Herunterladen von Musik, bei dem Apple besonders stark ist. Spotify hat nach jüngsten Angaben 10 Millionen zahlende Kunden und 30 Millionen Gratis-Nutzer.

Alles rund um iTunes

Auch die Beatles sind dabei

2003 ging der iTunes Store mit 200.000 Songs an den Start, Apple erweiterte den Katalog aber stetig. Heute stehen rund 37 Millionen Lieder bereit, auch notorische Verweigerer wie die Beatles bieten ihre Musik dort mittlerweile an.

Von den USA aus in alle Welt

Seine Anfänge nahm iTunes in den USA, dem Heimatmarkt von Apple. Doch der iPod-Hersteller expandierte schnell: 2004 ging die Musik-Plattform in Deutschland an den Start, heute ist sie in 120 Ländern verfügbar.

25 Milliarden Songs in zehn Jahren

Die Beliebtheit des iTunes Music Store lässt sich an den Download-Zahlen ablesen. Die erste Milliarde hatte Apple im Februar 2006 zusammen, die zweite im Januar 2007. Im Februar 2013 vermeldete der Konzern, dass die Grenze von 25 Milliarden Songs erreicht sei.

Hollywood trifft Mathevorlesung

Apple hat iTunes inzwischen zu einer großen Videoplattform ausgebaut. Mehr als 65.000 Filme gibt es zum Ausleihen oder Kaufen, zudem mehr als 250.000 TV-Episoden. Zudem bietet Apple über iTunes U Lehrmaterialien an, darunter Videos von zahlreichen Vorlesungen.

Die eigene Musik in der Cloud

Im Cloud-Speicher von iTunes Match können Nutzer für 25 Euro im Jahr ihre eigene Musiksammlung ablegen. So haben sie von anderen Geräten aus Zugriff darauf.

Radio à la Apple

Seit September 2013 bietet Apple aus einen werbefinanzierten Streaming-Dienst namens iTunes Radio an. Dieser ging zunächst in den USA an den Start, der Konzern will ihn aber schrittweise auch in anderen Ländern anbieten.

Die Grundlage für den App Store

Auf der iTunes-Infrastruktur baut auch der App Store von Apple auf, in dem Nutzer Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch herunterladen können. Mehr als eine Million Apps stehen zur Verfügung.

Soziales Netzwerk Ping

Keinen Erfolg hatte Apple mit dem Musik-Netzwerk Ping, in dem sich Nutzer mit Freunden über Musik austauschen und Künstlern wie bei Facebook oder Twitter folgen können sollten. 2012 beendete der Konzern das Projekt nach zwei Jahren.

Apple-Chef Tim Cook versicherte in einem Interview mit der „Financial Times“, die Apps des Beats-Musikdienstes für Geräte mit dem Googles-System Android und Microsofts Windows Phone werde es auch weiter geben.

In der Pressemitteilung wurde der Streamingdienst von Beats an erster Stelle genannt, womit die Prioritäten klar sein dürften. Vom Kaufpreis werden 2,6 Milliarden Dollar sofort fällig und die restlichen 400 Millionen Dollar zu einem nicht genannten späteren Zeitpunkt.

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