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17.03.2014

19:11 Uhr

Druckerei

Prinovis verliert „Spiegel“ als Kunden

„Der Spiegel“ soll künftig schon samstags erscheinen – daher muss der Druck schneller laufen als bislang. Für die Druckerei Prinovis ist das eine schlechte Nachricht: Sie verliert den lukrativen Auftrag des Magazins.

„Spiegel“-Zentrale in Hamburg: Das Magazin sucht eine neue Druckerei – Prinovis hat das Nachsehen. Imago

„Spiegel“-Zentrale in Hamburg: Das Magazin sucht eine neue Druckerei – Prinovis hat das Nachsehen.

DüsseldorfDas Druckereiunternehmen Prinovis, ein Joint Venture von Bertelsmann und Axel Springer, verliert am Ende dieses Jahres den Druckauftrag für das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Hintergrund der Entscheidung ist nach Informationen des Handelsblatts (Dienstagausgabe), dass der „Spiegel“ künftig im Offset- statt im Tiefdruckverfahren produziert werden soll. Für den Offsetdruck spricht, dass die Herstellungszeiten kürzer sind, was für das Nachrichtenmagazin auch deshalb wichtig ist, weil es ab 2015 statt montags bereits samstags erscheinen soll. Das Volumen des Auftrags wird in Branchenkreisen auf 20 bis 25 Millionen Euro im Jahr geschätzt.

Als Kandidaten für den neuen Druckauftrag gelten Unternehmen mit Druckereien in Süd- und Mitteldeutschland. Auch Mohn Media, die Gütersloher Offset-Druckerei der Bertelsmann-Tochter Arvato, ist noch im Rennen.

Der „Spiegel“ wurde seit 1990 von der Druckerei des Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr gedruckt, die 2005 in Prinovis aufging. Das Druckunternehmen wird den traditionsreichen Standort Itzehoe im April aufgeben und hatte deshalb vor ein paar Wochen die Produktion des „Spiegel“ an den Standort Ahrensburg verlegt. Seit 2001 wird der „Spiegel“ zudem auch in der ehemaligen G+J-Druckerei in Dresden gedruckt, die mittlerweile ebenfalls zu Privonis gehört.

Auch künftig soll der „Spiegel“ an zwei verschiedenen Standorten gedruckt werden.

Von

khr

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