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23.10.2013

00:27 Uhr

Dünner, leichter

Apple präsentiert „iPad Air“

Im Kampf gegen Probleme mit dem schrumpfenden PC-Markt hat Apple neue Waffen vorgestellt. Doch leistungsstärkere Tablets waren nicht die einzige Neuerung. Eine andere ist ein Frontalangriff auf Microsoft.

Apple-Unternehmenschef Tim Cook bei der Präsentation in Kalifornien. AFP

Apple-Unternehmenschef Tim Cook bei der Präsentation in Kalifornien.

San FranciscoApple will die Spitzenposition im Tablet-Markt mit einer neuen iPad-Generation verteidigen. Das große Modell wurde deutlich dünner, leichter und leistungsstärker, wie Marketingchef Phil Schiller am Dienstag in San Francisco sagte. Deshalb bekam es den neuen Beinamen iPad Air.

Äußerlich wurde das große Modell mit schmalen Seitenrändern an das Design des kleineren iPad mini angepasst. Es ist jetzt nur noch 7,5 Millimeter dick statt zuvor 9,4 Millimetern. Das Gewicht wurde von 700 auf 500 Gramm gesenkt. Der Preis beginnt in Deutschland wie bisher bei 479 Euro. Der Marktstart ist am 1. November.

Das iPad mini wurde wie erwartet mit einem Display mit höherer Auflösung aufgerüstet. Es hat jetzt genauso viele Pixel im Bildschirm wie das große Modell. Beide Versionen bekamen den gleichen schnellen Chip, den Apple in sein Flaggschiff-Smartphone iPhone 5s einbaut. Der Preis für das einfachste Modell des iPad mini stieg mit den Verbesserungen allerdings von 329 auf 389 Euro. Zugleich behält Apple auch die ein Jahr alte erste Version im Programm und verkauft sie jetzt günstiger ab 289 Dollar.

Apple ist damit weiterhin teurer als die Konkurrenz. So verkaufen Google und Amazon ihre 7-Zoll-Tablets, die noch etwas kleiner als das iPad mini sind, bereits ab 229 Euro. Die Apple-Aktie gab nach der Präsentation um knapp ein Prozent nach - die Neuerungen und Preise waren weitgehend erwartet worden.

Apple hatte vor dreieinhalb Jahren den totgeglaubten Tablet-Markt wiederbelebt. Seitdem seien über 170 Millionen iPads verkauft worden, sagte Apple-Chef Tim Cook am Dienstag. Laut Marktforschern laufen inzwischen mehr als 60 Prozent der aktuell verkauften Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android, aber Apple ist nach wie vor der mit Abstand größte einzelne Hersteller. Cook betonte, für Apple sei wichtiger, dass die iPads nach wie vor mehr als andere Tablets benutzt würden. Apple verweist auf Zahlen von Marktforschern, laut denen 81 Prozent der Tablets im Einsatz iPads seien.

Kommentare (1)

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Enttaeuscht-von-Microsoft

23.10.2013, 07:08 Uhr

Dass Apple die hauseigene Bürosoftware kostenlos anbietet, ist sehr klug. Microsoft hatte das früher auch mal so gemacht. Man erinnert sich gerne noch an Works als abgespeckte Office-Version. Leider hat Microsoft mit einigen Projekten (z.B. der gescheiterte Music-Player Zune) soviel Entwicklungskosten gehabt, die sich später nicht ausgezahlt haben, dass man jetzt unbedingt seine Kunden mit der beliebten Office-Software abzocken muss. Microsoft macht in letzter Zeit viel falsch und verärgert damit seine Kunden. Als Beispiel sei hier das Win8 oder der Versuch genannt, die neue Xbox ständig am Netz zu halten und die Nutzer auszuspionieren. Schön dass Steve Ballmer dafür geschasst wurde. Apple wird langsam vernünftig und Microsoft versucht noch mehr aus den Kunden rauszupressen. Microsoft macht sich zunehmend unbeliebt.

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