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23.01.2007

23:12 Uhr

Durchwachsene Bilanz

Yahoo vergrätzt seine Besitzer

Führungsprobleme, schwache Ergebnisse, harter Wettbewerb mit Google, sinkender Aktienkurs: Das führende Internet-Portal Yahoo steht unter erheblichem Druck. Besserung ist kaum in Sicht.

je SUNNYVALE. Anleger suchten in den am Dienstag nach US-Börsenschluss vom Unternehmen vorgelegeten Ergebnissen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2006 nach Zeichen dafür, dass das jüngst etwas verschlankte Yahoo-Management die Probleme in den Griff bekommt. Sehr optimistisch waren sie nicht, zumal die neue Plattform für den Verkauf von Werbung im Internet – ein von Yahoo groß angekündigtes Projekt – offenbar unter hässlichen Kinderkrankheiten leidet. Im regulären Handel sackte der seit Anfang 2006 abwärts pendelnde Kurs weiter durch und drehte sich in nervösem nachbörslichen Handel nur zeitweilig.

Die Erlöse im vierten Quartal nahmen brutto um 13 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar und nach Abzug von Provisionen an Werbepartner auf 1,23 Mrd. Dollar zu. Der Reingewinn sackte gegenüber dem Vorjahresquartal von 683 auf 269 Mill. Dollar oder 19 Cents pro Aktie ab. Die Vorjahreszahl war allerdings durch einen Buchgewinn von 310 Mill. Dollar verzerrt. Während der Umsatz am oberen Ende der Erwartungen lag, enttäuschte der Gewinn. Kosten für die Ausgabe von Optionen belasteten die Zahlen.

Der Jahresumsatz 2006 stieg netto um 23 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar. Das Auslandsgeschäft expandierte dabei stärker als das US-Geschäft. Der Betriebsgewinn nahm um 15 Prozent auf 941 Mill. Dollar ab, der Reingewinn ging sogar von 1,9 Mrd. auf 751 Mill. Dollar zurück.

Für das laufende erste Quartal erwartet Yahoo nun einen Umsatz nach Abzug von Provisionen an Werbepartner zwischen 1,12 bis 1,23 Mrd. Dollar.

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