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31.08.2012

16:23 Uhr

E-Book-Streit mit EU

Apple und Verlage zu Zugeständnissen bereit

Im Streit um Preisabsprachen beim Verkauf von E-Books sind Apple und vier Großverlage offenbar zu Zugeständnissen gegenüber der EU bereit. Die europäischen Wettbewerbshüter hatten mit hohen Bußgeldern gedroht.

Apple will im E-Book-Streit der EU entgegenkommen. dpa

Apple will im E-Book-Streit der EU entgegenkommen.

BrüsselApple und vier Großverlage bieten den Wettbewerbshütern in der Europäischen Union einem Insider zufolge Zugeständnisse an, um eine Untersuchung wegen Preisabsprachen zu beenden. Wie eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag erklärte, sollen Händler wie Amazon zukünftig zwei Jahre lang die elektronischen Bücher (E-Books) der Verlage billiger verkaufen dürfen. Die EU-Kommission hole sich nun informell Meinungen in der Branche ein, ob das Angebot ausreiche. Die EU hatte mit Bußgeldern von bis zehn Prozent des weltweiten Umsatzes gedroht.

Apple hatte mit den Verlagen - Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp, Hachette Livre von Lagardere und der Verlagsgruppe Holtzbrinck - einen E-Book-Verkauf über iTunes zu einem Festpreis vereinbart. Apple erhält dabei 30 Prozent. Als Teil der Vereinbarung durften andere Händler wie Amazon diese Preise nicht unterschreiten.

Apple, Amazon und Holtzbrinck nahmen zu dem Bericht des Insiders zunächst nicht Stellung.

Im April hatte die Kommission erklärt, Apple und die vier Verlage hätten Zugeständnisse angeboten. Einzelheiten wurden nicht genannt. Auch gegen den Penguin-Verlag von Pearson wird ermittelt, dessen Name wurde damals jedoch nicht genannt. Im selben Monat hatten HarperCollins, Simon & Schuster und Hachette mit der US-Regierung eine Einigung in einem vergleichbaren Verfahren erzielt.

Von

rtr

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