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20.05.2014

11:42 Uhr

E-Mail-Anbieter

Neue Kunden bescheren United Internet mehr Gewinn

Neue Kunden haben United Internet mehr Umsatz und Gewinn beschert. Auch für das zweite Quartal sieht es gut aus. Nur die neuen Geschäftsfelder mit verschlüsselten E-Mails bereiten Probleme.

Ralph Dommermuth, Chef von United Internet, hofft auf noch mehr Kunden im zweiten Quartal. dapd

Ralph Dommermuth, Chef von United Internet, hofft auf noch mehr Kunden im zweiten Quartal.

FrankfurtUnited Internet hat dank neuer Kunden und geringerer Anlaufkosten für neue Geschäftsfelder im ersten Quartal einen Gewinnsprung gemacht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um knapp ein Viertel auf 112 Millionen Euro, wie der Email- (Gmx, Web.de) und Webseiten-Anbieter am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Kunden stieg um 190.000 auf 13,64 Millionen Verträge, was sich in einem Umsatzplus von 13 Prozent auf 710 Millionen Euro niederschlug.

„Das zweite Quartal hat gut begonnen, wir erwarten etwa 220.000 neue Kundenverträge“, sagte Firmenchef Ralph Dommermuth. Damit liegt United Internet im Plan, die Zahl der Verträge im Gesamtjahr um mehr als 800.000 und den Umsatz um zehn Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro zu steigern.

Die schlechtesten Passwörter 2013

Diverse Ziffernfolgen

Das häufigste Passwort ist „123456“, auf Platz 3 steht „12345678“, auf Platz 9 „123456789“: Ziffernfolgen sind beliebt. Auch „123123“ taucht in der Liste auf.
Quelle: Splashdata. Das US-Unternehmen hat gehackte und im Internet veröffentlichte Nuzterkonten analyisert.

Eine Ziffer mal sechs

Noch einfacher machen es sich Nutzer mit Passwörtern wie „111111“ (Platz 7) und „000000“ (Platz 25). Beide dürften Cyberkriminelle auf dem Zettel haben.

Problem erkannt

Etlichen Nutzern ist das Problem offenbar klar: Auf Platz 24 steht das Passwort „trustno1“, deutsch: Vertraue niemandem. Sicher ist es indes nicht.

Liebesgrüße im Browser

Unsicher, aber zumindest romantisch sind Passwörter wie „iloveyou“ (Platz 9) und „princess“ (Platz 22) – sofern sie sich auf den Partner beziehen.

Affe im Schatten

Warum die Begriffe als Passwörter beliebt sind, ist zwar unklar. Dennoch: „shadow“, deutsch: Schatten, und „monkey“, deutsche: Affe, stehen auf den Plätzen 18 und 17.

Firmenname als Hilfe

In der diesjährigen Auswertung ergibt sich eine Besonderheit: Da 38 Millionen Passwörter von Adobe-Kunden eingeflossen sind, tauchen sowohl der Firmenname als auch Produkte des Unternehmens auf, etwa in „adobe 123“ (Platz 10) und „photoshop“ (Platz 15).

Allerdings trat United Internet bei den Werbeausgaben für die noch nicht so rund laufenden neuen Geschäftsfelder – verschlüsselte Emails und Internet-Seiten zum Selbstbauen – auf die Bremse. Daher verringerten sich die Anlaufverluste in diesen Bereichen um mehr als die Hälfte auf knapp zwölf (Vorjahr: 28,7) Millionen Euro. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen aus Montabaur im Westerwald weiter einen Anstieg des Ebitda auf 520 (Vorjahr: 407) Millionen Euro.

Die Anleger werteten die Quartalszahlen positiv: Die im TecDax gelisteten Aktien von United Internet kletterten in der Spitze um 4,7 Prozent auf 33,19 Euro, den höchsten Stand seit fast sechs Wochen. „Aus unserer Sicht sind die Zahlen solide und belegen, dass das Unternehmen auf gutem Weg ist, die Gesamtjahresziele für Wachstum und Profitabilität zu erreichen“, schrieb DZ-Bank-Analyst Karsten Oblinger in einem Kommentar.

Von

rtr

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