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06.01.2015

11:57 Uhr

Ehemaliger Internetpionier

Verizon könnte AOL schlucken

Einst war AOL ein Vorreiter der Digitalisierung, inzwischen haben die großen IT-Konzerne wie Facebook und Google den Internetpionier längst abgehängt. Der US-Telefonriese Verizon zeigt jetzt Interesse an dem Unternehmen.

Der ehemalige Internetpionier AOL, könnte durch den Telefonkonzern Verizon geschluckt werden. dapd

Der ehemalige Internetpionier AOL, könnte durch den Telefonkonzern Verizon geschluckt werden.

New YorkDer US-Telefonriese Verizon ist Medienberichten zufolge am Internetpionier AOL interessiert. Der Konzern erwäge eine Zusammenarbeit über ein Joint Venture oder einen Kauf, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.

Demnach wolle Verizon vor allem sein Angebot mit mobilen Internetvideos ausbauen und sei an der AOL-Technologie für Onlinewerbung interessiert. Ein konkretes Angebot gebe es aber noch nicht, eine Einigung sei nicht abzusehen.

Gemessen am letzten Schlusskurs liegt die Marktkapitalisierung von AOL derzeit bei rund 3,5 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro). Im nachbörslichen Handel zog die Aktie von AOL am Montag (Ortszeit) um fast 12 Prozent an.

AOL wurde vor allem mit Internetanschlüssen groß und gilt als Urgestein des Internet-Zeitalters. Auf dem Höhepunkt des Dotcom-Booms fusionierte das Unternehmen mit dem US-Medienkonzern Time Warner. Die wenig erfolgreiche Ehe wurde 2009 wieder geschieden – Facebook, Google und andere Technologie-Firmen hatten AOL abgehängt. Zu AOL gehören unter anderem die Onlinezeitung „Huffington Post“ sowie die großen Technologieblogs „Engadget“ und „TechCrunch“.

Smart Home - Das schlaue Zuhause

Ein Begriff, viele Szenarien

Alle reden drüber, aber nicht alle meinen dasselbe: Smart Home ist ein populäres Thema in der  Elektronikbranche. Immer mehr Firmen bringen eigene Lösungen auf den Markt.

Die eigenen vier Wände im Blick

Viele Lösungen ermöglichen es, Licht und Rollläden automatisch zu steuern. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie vernetzte Feuermelder und Sicherheitskameras. Die Auswahl ist bereits groß.

Platz für die Daten

Auch Speichersysteme für Computer und Smartphone zählen zum Smart Home. Auf diesen Miniservern können Nutzer ihre Daten, aber auch Filme und Musik ablegen und von überall im Haus abrufen. 

Hilfe für die Oma

Smart-Home-Systeme können die Pflege älterer Menschen erleichtern, etwa mit einem Hausnotruf. Geräte für die Ferndiagnose sollen bei der Betreuung von Kranken helfen. Für den Bereich Pflege und Gesundheit gibt es bereits etliche Anwendungen. 

Energie und Geld sparen

Licht und Heizung aus, wenn man rausgeht: Intelligente Systeme können für mehr Energieeffizienz sorgen. Perspektivisch könnte auch der Trockner automatisch anspringen, wenn Strom billig ist.

Komplettpaket oder Standard?

Schon jetzt gibt es Anbieter, die kaufkräftigen Kunden eine Wunschlos-Glücklich-Lösung einbauen. Zunehmend kommen aber Pakete auf den Markt, mit denen Käufer relativ günstig smarte Funktionen nachrüsten können.

Verizon ist in den USA der größte Mobilfunkanbieter, hinkt im Festnetz aber dem Telefongiganten AT&T hinterher. Derzeit versuchen Telekomkonzerne, sich für den weiter wachsenden Datenhunger zu rüsten und neue Geschäftsmodelle dafür zu entwickeln.

Von

dpa

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