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15.07.2011

12:31 Uhr

Eigene Show

Thomas Gottschalk wechselt zur ARD

In der Branche wurde es bereits erwartet, jetzt ist es offiziell: Thomas Gottschalk wechselt zur ARD. Statt „Wetten dass...?“ bekommt er dann eine neues, tägliches Format auf einem sehr attraktiven Sendeplatz.

Thomas Gottschalk moderiert bald in der ARD. Quelle: dpa

Thomas Gottschalk moderiert bald in der ARD.

MünchenThomas Gottschalk wechselt vom ZDF zur ARD. Der Showmaster wird ab dem kommenden Jahr viermal die Woche eine Vorabendshow moderieren. Nach seinem Ausstieg bei der ZDF-Show „Wetten, dass..?“, für die er im Herbst noch dreimal auf der Bühne steht, soll er im Januar im „Ersten“ anfangen. Montags bis donnerstags wird der 61-Jährige in seiner halbstündigen Live-Show mit Gästen aus dem Kultur- und Entertainment-Bereich über das aktuelle Zeitgeschehen plaudern, wie die ARD am Freitag mitteilte.

„Das erinnert ein bisschen an meine Radio-Anfänge in der ARD. Immerhin habe ich insgesamt mindestens zehn Jahre meines Lebens täglich vor dem Mikrofon gesessen“, sagte Gottschalk nach Angaben der ARD. „Der Ernst des Lebens gehört in die „Tagesschau“. Aber es gibt ja Gott sei Dank neben Politik, Seuchen und Finanzkrisen auch noch den ganz normalen täglichen Wahnsinn. Für den bin ich in Zukunft zuständig. Ich freue mich auf meine „Tagesshow“.“

Gottschalk gilt als der letzte große Samstagabend-Unterhalter für die gesamte Familie. Manchen Kritikern sind seine Promi-Plaudereien zu oberflächlich. Wer ihm beim ZDF-Klassiker „Wetten, dass..?“ nachfolgt, ist noch offen - die besten Chancen werden derzeit Entertainer Hape Kerkeling eingeräumt.

Der ARD-Senderverbund setzte sich nach langem Ringen um Gottschalk gegen das ZDF durch. Der Mainzer Sender hatte dem Entertainer nach dessen Rückzugsankündigung von „Wetten, dass..?“ einen Vertrag über eine wöchentliche Talkshow sowie einige Abendshows angeboten. Was nun aus der ZDF-Show „Ein Herz für Kinder“ und dem Jahresrückblick wird, die Gottschalk bislang moderiert hat, war zunächst unklar.

Das ZDF zeigte sich enttäuscht: „Thomas Gottschalk und das ZDF waren über Jahrzehnte eine erfolgreiche Symbiose. Wir hätten das gerne fortgesetzt. Leben bedeutet aber auch Veränderung und Thomas Gottschalk hat sich für einen Wechsel entschieden. Ich wünsche ihm dafür alles Glück und viel Erfolg“, sagte Intendant Markus Schächter. Gottschalk habe das ZDF vorab über seine Entscheidung informiert.

In der ARD zeichnet der Westdeutsche Rundfunk (WDR) für die neuen Vorabendshows verantwortlich - die WDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Monika Piel konnte sich somit doppelt freuen: „Thomas Gottschalk ist eine stilprägende Persönlichkeit der deutschen Fernsehunterhaltung und eine Bereicherung für das Programm. Ich freue mich, dass der WDR federführend für die innovative Sendestrecke ist.“

Damit ist der Umbau des quotenschwachen ARD-Vorabends so gut wie komplett: Die tägliche Sendezeit für die Soap „Verbotene Liebe“ wurde wurde verdoppelt, ab Herbst sollen daran im täglichen Wechsel neue, regional verankerte humorige Krimiserien anschließen, und im Januar kommt Gottschalk oben drauf. Zusätzlich geht Kai Pflaume freitags - am Gottschalk-Ruhetag - mit einem neuen Quiz auf Sendung.

Derzeit arbeite Gottschalk mit den Produzenten der Sendung, der Firma Grundy Light Entertainment, an seinem Wohnort Los Angeles am Konzept der neuen Show, hieß es von der ARD. Anfang kommenden Jahres dürfte der Entertainer mit seiner Familie dann vermutlich seltener in den USA sein, sondern häufiger auf seinem 150 Jahre alten Schloss in Remagen nahe Bonn, das die Familie derzeit nur sporadisch bewohnt.

Kommentare (6)

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Thomas-Melber-Stuttgart

15.07.2011, 12:12 Uhr

Und natürlich GEZ-finanziert. Gehört Herr Gottschalk eigentlich zur medialen Grundversorgung und zum ÖR-Informationsauftrag?

Bilbo

15.07.2011, 12:37 Uhr

Immer dieses "Format"-Gelabere. Normale Menschen schauen sich Sendungen an und keine "Formate" Format ist DIN A 4. Mögen die Crossmedia-Helden ihr Fachchinesisch doch für sich behalten.

Account gelöscht!

15.07.2011, 12:48 Uhr

Aufhören, aufhören! Warum können die ganzen alten Säcke nicht begreifen, wann Schluss ist? Das wird doch wieder so ein Quasselbuden-Gekrampfe, wovon es ohnehin zu viel gibt. Arme GEZ-Schafe!

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