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18.06.2013

12:51 Uhr

„Eine große Idee“

Facebook lädt zu geheimnisvoller Pressekonferenz

Facebook lässt die Gerüchteküche brodeln. Das soziale Online-Netzwerk sorgt mit einer wenig verratenden Pressemitteilung für Spekulationen. Experten vermuten eine Videofunktion für Instagram.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat eine mysteriöse Presseeinladung verschickt. Reuters

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat eine mysteriöse Presseeinladung verschickt.

San FranciscoDas soziale Netzwerk Facebook lässt mit einer geheimnisvollen Presseeinladung zu einer Veranstaltung die Gerüchte über neue Angebote sprießen. Das Unternehmen lud Journalisten für Donnerstag an den Konzernsitz im kalifornischen Menlo Park ein. „Ein kleines Team hat an einer großen Idee gearbeitet“, heißt es in der Einladung.

Der gewöhnlich gut informierte Branchendienst TechCrunch berichtete, Facebook könne ein Videoangebot für seinen beliebten Fotodienst Instagram vorstellen. Dieser wäre demnach der Smartphone-App Vine vom Kurzbotschaftendienst Twitter ähnlich: Bei Vine erstellen die Nutzer sechs Sekunden lange Videos, die in einer Dauerschleife abgespielt werden. Die App erfreut sich großer Beliebtheit, teils werden recht aufwendige Produktionen damit gemacht.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Riese Datenmengen

Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.

Instagram bietet Smartphone-Nutzern eine Reihe von Filtern an, um ihre Fotos zu bearbeiten. Facebook hatte den Dienst im vergangenen Jahr übernommen und integriert ihn nun immer mehr in Facebook. In diesem Zug hat das Unternehmen auch verhindert, dass Instagram-Nutzer ihre Bilder bei Twitter verschicken können. Twitter führte daraufhin ähnliche Funktionen wie Instagram für seine Nutzer ein.

Anderen Berichten zufolge könnte Facebook einen sogenannten RSS-Leser anbieten. Damit lassen sich Nachrichten auf Internetseiten und Blogs verfolgen, ohne die Internetseiten selbst aufrufen zu müssen. Der Internetriese Google stellt seinen RSS-Leser am 1. Juli ein - und hatte damit einen Aufschrei unter den Nutzern ausgelöst. Facebook könnte nun versuchen, diese zu einem neuen eigenen Dienst umzulenken.

Von

afp

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