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04.10.2012

15:16 Uhr

Eine Milliarde Nutzer

Facebook fahndet nach neuen Einnahmequellen

VonTina Halberschmidt

Bei den Nutzerzahlen hat Facebook die Milliardengrenze geknackt, doch zu Geld machen kann das Unternehmen das bisher kaum. Nun will es auch private Nutzer zur Kasse bitten - für besonders auffallende Statusmeldungen.

Mit einem so genannten „Promoted Post“ sollen Facebook-Nutzer mehr Freunde erreichen als mit einer herkömmlichen Statusmeldung. Dafür sollen sie umgerechnet rund fünf Euro auf den Tisch legen. dapd

Mit einem so genannten „Promoted Post“ sollen Facebook-Nutzer mehr Freunde erreichen als mit einer herkömmlichen Statusmeldung. Dafür sollen sie umgerechnet rund fünf Euro auf den Tisch legen.

DüsseldorfEin Aufschrei ging am Donnerstagmorgen durch die Facebook-Welt. Grund dafür ist die – zunächst testweise – Einführung der „Promoted Posts“ („Bezahlte Einträge“) für private Nutzer in den USA. Das bedeutet konkret: Wer sichergehen will, dass seine Hochzeitsfotos oder einzelne Statusmeldungen von der Mehrheit seiner Freunde gesehen werden, muss künftig umgerechnet rund fünf Euro pro Post berappen. Das berichtet der US-Blog TechCrunch.

Betreiber von Facebook-Fanseiten, die über kein eigenes Budget verfügen, quälen sich schon seit längerem mit den „Promoted Posts“ herum. Fanpages werden - im Gegensatz zu privaten Profilen - häufig von Unternehmen betrieben, aber auch Hobby-Autoren, Blogger oder Bands präsentieren sich gerne auf einer eigenen Fanseite. Diese hat etwas andere Funktionen als das Privatpersonen-Profil, unter anderem befreunden sich Nutzer nicht mit Seiten, sondern werden - wie der Name sagt - Fans.

Die „Promoted Posts“ für Fanpages wurden im Mai 2012 eingeführt - und ärgern seitdem viele Seiten-Administratoren. Denn wer nicht zahlt, sondern weiterhin nur kostenlose Statusmeldungen absetzt, erreicht mit einem einzelnen Post unter Umständen nur einen Bruchteil seiner Fans. Das kann zum Problem werden, wenn möglichst viele Nutzer angesprochen werden sollen, denn zahlreiche Fans bekommen die jeweilige Statusmeldung einfach „nicht mit“. Oder wie Facebook es positiver formuliert: „Wenn du deinen Beitrag nicht hervorhebst, sehen ihn immer noch viele mit deiner Seite verbundene Personen. Wenn du ihn allerdings hervorhebst, kannst du dessen potentielle Reichweite steigern, so dass ein noch größerer Teil deines Seitenpublikums und der Freunde der Personen, die mit deinem Beitrag interagieren, diesen sehen.“ Mit anderen Worten: Facebook verkauft Reichweite.

In Zukunft sollen nicht nur Seiten-Administratoren, sondern auch private Facebook-Nutzer für (mehr) Aufmerksamkeit zahlen. Laut Facebook wurde die Funktion bereits in 20 Ländern ausgerollt, seit Mittwoch steht sie auch Privatpersonen in den USA zur Verfügung, die weniger als 5.000 Freunde und Abonnenten haben.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

04.10.2012, 15:54 Uhr

die usere gängeln führt in die falsche richtung....

hätte da n paar ideen..

Account gelöscht!

04.10.2012, 15:58 Uhr

Mit anderen Worten: Andere Nutzer zahlen 5 Euros damit ich deren bescheuerte Bilder, welche mich überhaupt nicht interessieren oder interessiert haben, aufgebrummt bekomme..*amkopfkratz* Oder noch besser....dann muss ich jeden Müll erblicken weil jemand dafür 5 Euro geblecht hat?

kuac

04.10.2012, 16:21 Uhr

Wenn jemand glaubt 1000 Freunde haben zu müssen und jedem seine neue Frisur zeigen zu müssen, dann soll er gefälligst 5 Euro zahlen.

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