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25.06.2015

18:03 Uhr

Einheitlicher Standard geplant

Datenschützer nehmen Internet-Singlebörsen ins Visier

Bei der Suche nach einem Partner im Internet geben Nutzer oft viele Daten von sich preis. Datenschutzbehörden wollen nun prüfen: Wie verarbeiten Partnerbörsen diese Daten? Und was stellen sie mit ihnen an?

Immer mehr Menschen nutzen das Internet für die Partnersuche. Datenschutzbehörden wollen die 16 größten Anbieter in Deutschland nun prüfen. dpa

Dating-Portale

Immer mehr Menschen nutzen das Internet für die Partnersuche. Datenschutzbehörden wollen die 16 größten Anbieter in Deutschland nun prüfen.

HamburgDie Datenschutzbehörden haben Internet-Singlebörsen ins Visier genommen. Insgesamt 16 Anbieter von Online-Partnerschaftsvermittlungen müssen darüber Auskunft geben, wie es mit dem Schutz der sensiblen persönlichen Daten ihrer Mitglieder bestellt ist, teilten die Datenschutzbehörden von Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg am Donnerstag in Hamburg mit. Ziel sei es, für den überregional funktionierenden Markt einen einheitlichen Datenschutzstandard zu erreichen.

Den Angaben zufolge stimmten die drei Landesbehörden einen gemeinsamen Fragenkatalog ab, den die Singlebörsen nun beantworten müssen. Die Ergebnisse sollten darüber Aufschluss geben, wie transparent die Datenverarbeitung gegenüber den Nutzern gemacht wird, wie groß der Umfang der angeforderten Daten ist und welche Daten an Dritte übermittelt werden.

Außerdem müssen die Partnervermittler ihre Maßnahmen der technischen und organisatorischen Datensicherheit darlegen sowie Auskunft über das sogenannte Tracking – also das Nachvollziehen des Verhaltens eines Nutzers im Internet – geben.

Partnersuche: Welcher Typ sind Sie?

1. Die Pechvögel

49 Prozent der in einer Studie von Elitepartner.de befragten Singles hatten bis jetzt schlichtweg noch kein Glück mit der Suche nach dem richtigen Partner. 50 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer hätten gern eine Beziehung, lernen auch regelmäßig neue Menschen kennen, sagen aber von sich, dass der oder die Richtige einfach noch nicht dabei war.

Quelle: Lisa Fischbach, Diplom-Psychologin, Single- und Paarberaterin von ElitePartner.de aus „Die ganze Welt von 1 bis 10“ von Fischer-Verlag

2. Die Anspruchsvollen

Blond, blaue Augen, romantisch, treu, ehrlich, gutsituiert, beruflich erfolgreich – so in etwa könnte die Kriterienliste der „Anspruchsvollen“ aussehen, die der ideale Partner erfüllen muss. 41 Prozent der Befragten gehören zu dieser Gruppe. Ihnen stehen die hohen Ansprüche im Weg: Sie möchte zwar gerne einen Partner, aber keiner genügt ihren Wünschen.

3. Die Gehetzten

Job, Familie, Hobbys, Freunde – es ist nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen und sich aktiv um die Suche nach einer neuen Liebe zu kümmern. 36 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einfach zu viel zu tun haben, um sich der Partnersuche zu widmen.

4. Die Schüchternen

Ihnen ist vermeintlich der ideale Partner schon oft über den Weg gelaufen, doch 17 Prozent der Befragten trauen sich einfach nicht, ihn oder sie anzusprechen. Interessant ist, dass die Schüchternheitsfalle eher die Männer zu belasten scheint: 29 Prozent der Männer, aber nur zehn Prozent der Frauen sehnen sich nach einer Beziehung, trauen sich aber nicht, auf jemanden zuzugehen.

5. Die Einsamen

Für 16 Prozent ist es schwierig, den richtigen Partner zu treffen, weil sie nur selten ausgehen. Zu den „Einsamen“ zählen eher Männer: 21 Prozent der männlichen Befragten, aber nur 14 Prozent der weiblichen sagen, dass sie nur wenige Freunde haben, selten ausgehen und aus diesem Grund niemanden kennenlernen, der ihnen gefällt.

6. Die Selbstbewussten

Ein gesundes Selbstbewusstsein wirkt sich meistens positiv auf die Partnersuche aus. Doch 13 Prozent sehen genau das als Krux und denken, dass sie andere mit ihrem Selbstbewusstsein abschrecken könnten und deshalb keinen Partner finden. 19 Prozent der weiblichen Befragten, aber nur vier Prozent der männlichen führen ihr Singledasein auf ihr großes Selbstbewusstsein zurück.

7. Die Trauernden

Um etwas Neues anfangen zu können, sollte man erst mit dem Alten abschließen. Das finden auch zwölf Prozent der befragten Singles und geben an, dass sie noch an ihrer alten Beziehung hängen und aus diesem Grund noch nicht bereit für einen neuen Partner sind.

8. Die Armen

Neun Prozent der befragten Singles meinen, dass sich keiner in sie verliebt, weil sie zu wenig Geld haben. Diesen Singletyp findet man vor allem beim männlichen Geschlecht: 13 Prozent der Männer, aber nur sieben Prozent der Frauen fühlen sich durch ihre schlechte finanzielle Situation gehemmt und denken, dass diese einer Partnerschaft im Wege steht.

9. Die Hässlichen

Neun Prozent der Befragen sagen, dass sie Single sind und den richtigen Partner bis jetzt noch nicht gefunden haben, weil sie nicht attraktiv genug sind. Dieser Singletyp kommt eher bei Männern vor: 14 Prozent der Männer, aber nur sechs Prozent der Frauen finden sich nicht attraktiv genug, um jemanden kennenzulernen.

10. Die Überzeugten

Die Freiheit und Unabhängigkeit voll ausnutzen, keine Diskussionen um Abwasch und herumliegende Klamotten in der Wohnung – immerhin acht Prozent der Befragten schätzen die Vorteile des Singledaseins. Sie sind überzeugte Solisten und möchten im Moment keine neue Partnerschaft eingehen.

Außer dem klassischen Zugang über den Computer wollen die Datenschützer auch den immer wichtiger werdenden Zugang über Apps prüfen. Ein Ergebnis dazu wird erst in einigen Monaten erwartet.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Raphael Mauer

29.06.2015, 13:40 Uhr

Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch dieser Beitrag, zum Thema Datenabfragen durch Behörden & Co:

https://www.lelala.de/blog/transparenzbericht-2014

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