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18.08.2011

07:46 Uhr

Einigung im Tarifsstreit

Zeitungsredakteure erhalten mehr Gehalt

17 Stunden haben die Verhandlungen zwischen Vertretern von Journalisten und Verlegern gedauert, jetzt haben sich die Parteien im Tarifstreit geeinigt: Es gibt eine Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent - plus Einmalzahlungen.

Rund 100 Zeitungsredakteure verschiedener Hamburger Verlage demonstrieren am Mittwoch in Hamburg. Jetzt haben sich die Parteien geeinigt. Quelle: dpa

Rund 100 Zeitungsredakteure verschiedener Hamburger Verlage demonstrieren am Mittwoch in Hamburg. Jetzt haben sich die Parteien geeinigt.

HamburgBei den Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Zeitungsredakteure ist eine Einigung erzielt worden. Das teilten der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Hamburg nach 17-stündigen Verhandlungen mit.

Verleger und Gewerkschaften einigten sich den Angaben zufolge auf eine lineare Gehaltserhöhung um 1,5 Prozent ab Mai kommenden Jahres. Darüber hinaus sollen die Redakteure zum Oktober dieses Jahres und zum Februar 2013 Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro erhalten. Die Honorare von freien Journalisten im sogenannten 12a-Tarifvertrag sollen zum Oktober dieses Jahres sowie zum August 2012 um jeweils zwei Prozent angehoben werden. Der Manteltarifvertrag wurde unverändert wieder in Kraft gesetzt und ist frühestens zum 31. Dezember 2013 kündbar.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring nannte das Verhandlungsergebnis „einen annehmbaren Kompromiss zum Erhalt des Flächentarifvertrags“. Der Verhandlungsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, Werner Hundhausen, sagte, der Abschluss sorge für Planungssicherheit für die Verlage.

Die von Streiks an Tageszeitungen in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin begleitete zehnte Runde der Tarifverhandlungen hatte am Mittwochmittag begonnen. Verhandelt wurde über einen Neuabschluss von Mantel- und Gehaltstarifvertrag. Die Verhandlungen dauerten seit etwa einem Jahr an. In den vergangenen Wochen hatte es in mehreren Bundesländern immer wieder Streiks von Redakteuren gegeben.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

18.08.2011, 09:07 Uhr

Journalismus ist eine Branche mit massenweise prekären Arbeitsverhältnissen ("Freien") und lächerlich niedrigen Löhnen und offensichtlich häufig grauenhaften Arbeitsbedingungen. Und jetzt noch eine Lohn"erhöhung" weit unter der Inflationsrate? Wer arbeitet denn da freiwillig? Aus meiner Sicht entweder hoffnungslose Idealisten oder Underachiever, die nirgendwo anders unterkommen. Miserable Vorzeichen für Qualitätsjounalismus! Man merkt's schon am rein Formalen: Ständig Rechtschreibfehler, unvollständige Sätze usw. Und bei Themen, in denen ich mich gut auskenne, wird's mir regelmäßig schlecht ob der fachlichen Fehler. Beispiele auf Anfrage - ich habe eine einschlägige Dokumentation erstellt.

Account gelöscht!

18.08.2011, 12:01 Uhr

Liebe(r) avobert,

die Beispiele interessieren mich. Möchten Sie sich bei mir melden - via Kommentar in meinem Blog? http://wp.ujf.biz/?cat=359

Übrigens fehlt mir in diesem HB-Beitrag ein Satz über den eigentlichen Streikgrund: Man erfährt nichts darüber, was aus dem Plan des BDZV geworden ist, die Einstiegsgehälter drastisch zu senken und den Beruf des Zeitungsredakteurs damit endgültig für jeden fähigen Absolventen unattraktiv zu machen, der nicht gerade idealistischer Großerbe oder Lotteriegewinner ist.

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