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27.01.2015

10:19 Uhr

Einschnitte bei Weltbild

Verlagsgruppe will weitere Stellen abbauen

Die Buchhandels- und Verlagsgruppe Weltbild will erneut Arbeitsplätze streichen. Die Geschäftsführung denke auch darüber nach, einige Filialen komplett zu schließen, heißt es in einem Medienbericht.

Auch ein Jahr nach der Insolvenz geht der Stellenabbau bei Weltbild weiter. Einige Filialen sollen eventuell geschlossen werden. dpa

Auch ein Jahr nach der Insolvenz geht der Stellenabbau bei Weltbild weiter. Einige Filialen sollen eventuell geschlossen werden.

MünchenRund ein Jahr nach der Insolvenz der Weltbild-Gruppe stehen dem Unternehmen weitere Einschnitte bevor. Es müssten erneut Arbeitsplätze gestrichen werden, sagten die Geschäftsführer der Buchhandels- und Verlagsgruppe, Sikko Böhm und Patrick Hofmann, der „Süddeutschen Zeitung“ vom Dienstag.

„Wir bedauern die erforderlichen Personalmaßnahmen“, sagte Hofmann. Es werde auch über den Verkauf einige Filialen nachgedacht. „Wir schauen uns jede einzelne Filiale an“, sagte Hofmann. Jede Niederlassung müsse sich „mittelfristig rechnen“.

Details nannten die Manager in dem Interview nicht. Die Zeitung berichtete, Insider sähen mindestens 200 Arbeitsplätze bei Weltbild gefährdet. Dem Betriebsrat zufolge sollten 70 Filialen verkauft werden.

Dem Bericht zufolge wurden seit der Insolvenzanmeldung etwa 1000 der einst 2300 Arbeitsplätze am Augsburger Firmensitz gestrichen. Zudem seien 70 von 250 Filialen geschlossen worden. Böhm und Hofmann wiesen aber Spekulationen zurück, wonach sich die Gruppe künftig vor allem auf den Online-Buchhandel konzentrieren wolle.

Das Filialnetz werde weiter zur Weltbild-Struktur gehören. Die Manager erklärten zudem, der Sparkurs zeige erste Erfolge. Im November habe Weltbild ein fast ausgeglichenes Ergebnis erzielt; mittelfristig werde wieder Gewinn gemacht.

Die Weltbild-Gruppe war im Januar 2014 in die Insolvenz geschlittert, nachdem die katholischen Gesellschafter – darunter zwölf Bistümer – kein weiteres Geld für die Sanierung geben wollten.

Anfang August übernahm der Investor Walter Droege die Mehrheit.

Von

afp

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