Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.08.2014

15:17 Uhr

„Elektrische Augen“

Sony plant Kameras für selbstfahrende Autos

Was nach Auto der Zukunft klingt, wird wohl schon bald Wirklichkeit: Der japanische Elektronikkonzern Sony plant die Fertigung von hochsensiblen Kameras für selbstfahrende Autos. Die Produktion beginnt in naher Zukunft.

In die Entwicklung hochsensibler Kameras steckt Sony große Hoffnung, zuletzt litt der Konzern an der starken Konkurrenz in Asien. ap

In die Entwicklung hochsensibler Kameras steckt Sony große Hoffnung, zuletzt litt der Konzern an der starken Konkurrenz in Asien.

TokioDer japanische Elektronikriese Sony plant einem Bericht zufolge die Massenfertigung von hochsensiblen Kameras für selbstfahrende Autos. Die Produktion dieser „elektronischen Augen“ werde in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres im Sony-Werk in Kumamoto im Südwesten des Landes starten, berichtete die Wirtschaftszeitung Nikkei am Freitag. Im Jahr 2016 könnten die Autos großer Hersteller dann mit den Bildsensoren ausgestattet werden.

Sony habe Sensoren entwickelt, die zehn Mal so empfindlich seien wie die Modelle, die derzeit in Autos eingebaut werden. Die neuen Sensoren könnten Hindernisse bei Tag und Nacht erkennen. Selbstfahrende Autos benötigen dem Bericht zufolge mindestens sechs hochempfindliche Kameras – sie sind deshalb ein wichtiges Bauteil für die Autos der Zukunft.

Die Entwicklung solch intelligenter Autos sei eine Chance für die japanische Auto- und Elektronikindustrie, schrieb Nikkei. Sony wolle einen Marktanteil von 50 Prozent weltweit für Bildsensoren erreichen. Sony leidet wie viele japanische Unternehmen unter der starken Konkurrenz in Asien. Im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März 2014 verzeichnete der Konzern einen Verlust von umgerechnet rund 900 Millionen Euro.

Jahresbilanz des Samsung-Rivalen: Selbst Spider-Man kann Sony nicht helfen

Jahresbilanz des Samsung-Rivalen

Selbst Spider-Man kann Sony nicht helfen

Sony enttäuscht wieder einmal: Der Elektronikhersteller macht weiter Verluste, auch der Ausblick fürs laufende Jahr ist überraschend schwach. Da hilft auch ein Superheld in den eigenen Reihen nur bedingt.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×