Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.02.2015

09:32 Uhr

Elektronik

Preiskampf beschert Sharp wieder Verluste

Der Elektronikkonzern Sharp kommt nicht auf die Beine. Statt eines erhofften Gewinnzuwachses steht dem Unternehmen ein Verlust ins Haus. Der Konkurrenzkampf bei Bildschirmen setzt den Japanern mächtig zu.

Sharp-Präsident Kozo Takahashi entschuldigt sich bei den Anlegern für das Verfehlen der Ziele. AFP

Neuer Verlust droht

Sharp-Präsident Kozo Takahashi entschuldigt sich bei den Anlegern für das Verfehlen der Ziele.

TokioDer schwächelnde Elektronikkonzern Sharp erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Rückfall in die Verlustzone. Grund ist der verschärfte Preiskampf mit den südkoreanischen und chinesischen Rivalen bei Bildschirmen für Fernseher und Smartphones. Wie das japanische Unternehmen am Dienstag in Tokio bekanntgab, dürfte zum Bilanzstichtag 31. März ein Nettoverlust von 30 Milliarden Yen, umgerechnet 225 Millionen Euro, anfallen.

Im Oktober hatte Sharp noch einen Nettogewinn von 30 Milliarden Yen in Aussicht gestellt. Beim Umsatz gehe man weiter von 2,9 Billionen Yen (21,8 Milliarden Euro) aus, hieß es.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der Konzern nach Rekordverlusten wieder schwarze Zahlen ausweisen können. Doch der schärfer werdende Preiskampf setzt den Japanern mächtig zu. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres fiel bereits ein Fehlbetrag von rund 7,2 Milliarden Yen an – nach 17,7 Milliarden Yen Gewinn im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Betriebsgewinn sank um 37,1 Prozent auf 51,3 Milliarden Yen, der Umsatz um 3,1 Prozent auf 2,09 Billionen Yen.

Elektronikkonzern: Toshiba zieht sich aus Fernsehergeschäft zurück

Elektronikkonzern

Toshiba zieht sich aus Fernsehergeschäft zurück

Aus, Schluss, Vorbei: Auch Toshiba wird Fernseher zukünftig nur noch in Japan verkaufen, das internationale Geschäft so wie die Produktion wird eingestellt. Die Nordamerika Lizenz geht an einen Konkurrenten.

Sharp war ein Pionier bei flachen LCD-Bildschirmen, geriet in den vergangenen Jahren jedoch vor allem durch die Konkurrenz von Samsung und LG sowie neuer chinesischer Anbieter massiv unter Druck. Nach hohen Verlusten stand zeitweise sogar der Fortbestand des in Osaka ansässigen Unternehmens infrage.

Medienberichten zufolge dürfte der Konzern nun von seinen Geldgebern Druck bekommen, seine Geschäftsstrategie zu überarbeiten und die Sparmaßnahmen noch zu verstärken. Sharp hat bereits Tausende Stellen abgebaut und sich den US-Chipspezialisten Qualcomm als Investor ins Boot geholt.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×