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20.08.2012

12:09 Uhr

Elektronikfirma Best Buy

Kauf durch Firmengründer geplatzt

Der Kauf des angeschlagenen Elektronikhändlers Best Buy durch den Firmengründer und Großaktionär Richard Schulze ist geplatzt. Indes soll laut Wall Street Journal ein Nachfolger für die Firmenspitze gefunden worden sein.

Filiale des US-Elektronikhändlers Best Buy. Reuters/Shannon Stapleton

Filiale des US-Elektronikhändlers Best Buy.

New YorkBeim angeschlagenen US-Elektronikhändler Best Buy bleibt nun doch vorerst alles beim Alten: Der anvisierte Kauf der Firma durch den 71-jährigen Firmengründer und Großaktionär Richard Schulze ist vorerst geplatzt. Best Buy teilte in der Nacht zum Montag mit, Schulze sei nicht auf die Vorschläge der Firma für einen Verkauf an ihn eingegangen. Schulze indes erklärte daraufhin, er sei überrascht von der plötzlichen Beendigung der laufenden Gespräche durch Best Buy.

Schulze hatte Anfang des Monats verkündet, er habe Interesse, sich zusammen mit einigen Kapitalinvestoren um einen Kauf der Firma zu bemühen. Danach wolle er sie von der Börse nehmen. Schulze hatte für einen Kauf eine Preisvorstellung von 24 bis 26 Dollar je Aktie genannt - ein Aufschlag von 47 Prozent gemessen am Aktienkurs vor Bekanntwerden der Pläne. Best Buy käme damit insgesamt auf eine Bewertung von 8,16 bis 8,84 Milliarden Dollar. Die Aktie hatte am Freitag bei 20,27 Dollar geschlossen. Auch nach Bekanntwerden der Pläne war die Aktie nicht auf das genannte Niveau geklettert - ein Zeichen für die Skepsis von Investoren angesichts des Kaufvorhabens.

Schulze hält rund ein Fünftel der Best-Buy-Aktien. Er war im Juni aus dem Verwaltungsrat der Firma ausgeschieden, weil ihm eine Kommunikationspanne im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten des früheren Chefs Brian Dunn vorgehalten wurde.

Das "Wall Street Journal" schrieb unterdessen, die Firma habe einen Nachfolger für die Firmenspitze: Hubert Joly solle dem Interims-Chef Mike Mikan als CEO nachfolgen. Eine offizielle Bestätigung dafür war zunächst nicht zu erhalten. Mikan war nach dem Rückzug von Dunn vorübergehend als Chef eingesetzt worden.

Die weltgrößte Handelskette für Unterhaltungselektronik bekommt die zunehmende Internet-Konkurrenz zu spüren und hat Filialen geschlossen und Stellen abgebaut. Viele potenzielle Kunden sehen sich die Produkte vor Ort in einer Best-Buy-Filiale an, kaufen dann aber lieber bei einem Anbieter im Internet. Kritiker halten dem Unternehmen vor, zu langsam auf das veränderte Marktumfeld zu reagieren.

 

Von

rtr

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