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14.11.2012

13:53 Uhr

Elektronikkonzern

Panasonic streicht weitere 10.000 Arbeitsplätze

Der Elektronikkonzern Panasonic setzt zum nächsten Kahlschlag beim Personal an: Noch in diesem Geschäftsjahr sollen 10.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Bereits im vergangenen Jahr fielen 36.000 Stellen weg.

Finanzchef Hideaki Kawai hat einen erneuten massiven Stellenabbau angekündigt. Reuters

Finanzchef Hideaki Kawai hat einen erneuten massiven Stellenabbau angekündigt.

KadomaDer japanische Elektronikkonzern Panasonic treibt seinen Sparkurs weiter voran und baut noch in diesem Geschäftsjahr 10.000 Arbeitsplätze ab. Zudem trenne sich das Unternehmen bis Ende März von Vermögenswerten in Höhe von umgerechnet rund einer Milliarde Euro, sagte Finanzchef Hideaki Kawai am Mittwoch in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Dies seien vor allem Grundstücke und Gebäude in Japan. Verkäufe und Schließungen von Geschäftsteilen sollen im kommenden Jahr folgen, kündigte Kawai an. Rund die Hälfte der Sparten habe eine operative Marge unter den vom neuen Firmenchef Kazuhiro Tsuga vorgegebenen fünf Prozent. Panasonic hatte bereits vergangenes Jahr 36.000 Stellen gestrichen, ist mit 300.000 Angestellten aber immer noch der größte private Arbeitgeber in Japan.

Vor zwei Wochen hatte Panasonic wegen milliardenschwerer Firmenwert-Abschreibungen seine Prognose eingestampft: Statt eines Gewinns rechnet das Traditionsunternehmen im bis März laufenden Geschäftsjahr nun mit einem Verlust von umgerechnet 7,4 Milliarden Euro.

Bereits im Jahr zuvor hatte der Konzern vor allem wegen des verlustreichen Fernsehgeschäfts einen Rekordfehlbetrag von 7,5 Milliarden Euro angehäuft. Die 88 Einzelsparten sollen nun auf 56 Geschäftsfelder reduziert werden. Die Japaner leiden seit Jahren unter der großen Konkurrenz bei Fernsehgeräten und wollen sich künftig unter anderem auf Haushaltsgeräte und Akkus konzentrieren.

Im kommenden Geschäftsjahr bis Ende März 2014 peile Panasonic ein operatives Ergebnis von mindestens umgerechnet zwei Milliarden Euro an, sagte Kawai. Der Wert liegt im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Von

rtr

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