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22.07.2013

08:15 Uhr

Elektronikkonzern

Philips überrascht mit Gewinnsprung

Ein hartes Sparprogramm und das gute Geschäft in den Schwellenländern bescheren Philips einen Ertragssprung. Der Elektronikkonzern verdreifachte im zweiten Quartal den Nettogewinn.

Philips-Firmenlogo: Der Elektronikkonzern profitiert vom guten Geschäft in den Schwellenländern. Reuters

Philips-Firmenlogo: Der Elektronikkonzern profitiert vom guten Geschäft in den Schwellenländern.

AmsterdamDer Umbau des niederländischen Elektronik-Riesen Philips trägt mehr und mehr Früchte. Vor allem die wachsende Nachfrage aus den Schwellenländern und die wiedererstarkte Sparte für Medizintechnik bescherten den Holländern im abgelaufenen Quartal deutliche Gewinnzuwächse. Binnen Jahresfrist hat sich der Überschuss auf 317 Millionen Euro verdreifacht, wie Philips am Montag mitteilte. Der Umsatz legte indes nur um drei Prozent auf 5,65 Milliarden Euro zu. An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Aktien verteuerten sich um knapp vier Prozent.

Philips zeigte sich zudem trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds zuversichtlich. Nach zwei Jahren Konzernumbau, Stellenstreichungen und Verkäufen übertraf das Unternehmen mit seinen Ergebnissen nun die Markterwartungen. Vorstandschef Frans van Houten hatte sein Haus auf das einträgliche Kerngeschäft mit Medizintechnik, Leuchtmitteln und kleinere Hausgeräte reduziert und sich dafür vor allem von der schwächelnden Unterhaltungselektronik getrennt.

"Mit Blick auf das zweite Halbjahr machen uns gewisse ökonomische Unsicherheiten Sorgen. Allerdings gehen wir weiter davon aus, unsere Geschäftsziele zu erreichen", erklärte der Firmenchef. "In der Medizintechnik stieg der Auftragseingang um sieben Prozent, vor allem wegen neuer Produkte und dem Gewinn neuer Kunden." Neue Röntgengeräte und Tomographen kämen in China, den USA, Russland und Lateinamerika gut an, hieß es.

Die Medizintechnik steht mittlerweile für 40 Prozent des Umsatzes und 70 Prozent des operativen Gewinns. Weltweit zählt Philips neben Siemens und GE zu den drei größten Anbietern. Van Houten warnte allerdings davor, die jüngsten Erfolge auf das Gesamtjahr hochzurechnen. Anstehende Reformen im US-Gesundheitssektor und der schwache Yen seien Gefahren für die Sparte. "Wir können etwas optimistischer sein, aber wir sind noch nicht im sicheren Hafen."

Der US-Rivale GE hatte am Freitag ebenfalls über gute Geschäfte in der Medizintechnik berichtet. Dort kletterte der Gewinn um fünf Prozent. Der Konzern profitierte dabei von einer vergleichsweise günstigeren US-Konjunktur. Siemens dürfte sich dagegen nicht so gut geschlagen haben. Einem Zeitungsbericht zufolge lagen die Ergebnisse der Münchner im abgelaufenen Quartal in etwa auf Vorjahresniveau. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatzrückgang um 4,7 Prozent und einem um 15 Prozent geschrumpften Nettogewinn.

Die Philips-Lichtsparte glänzte unterdessen zuletzt. Das operative Ergebnis (Ebitda) des weltgrößten Herstellers von Leuchtmitteln verdoppelte sich nahezu auf 153 Millionen Euro. Die Holländer liefern sich im schnell wandelnden Beleuchtungsmarkt ein Wettrennen mit der kleineren Osram aus Deutschland. Die einstige Siemens-Tochter will ihre Quartalszahlen am 31. Juli vorlegen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Michkenntman

22.07.2013, 12:21 Uhr

So ein Blabla. Philips ist in einige Sparten investiert, die so noch nicht wirklich abschätzbar sind. Sondermüll LED-Lampen mit RF-Option. Außerdem wurden einige Bereiche komplett abgetreten inkl. Namesrecht. Ich halte daher von diesen Analysen erstmal garnix, es sei denn als den Versuch große Gelder wieder aufzuwerten...

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