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01.08.2014

09:37 Uhr

Elektronikkonzern Sharp

Smartphone-Bildschirme erhöhen Gewinn

Wer Apples iPhone nutzt, streicht über einen Sharp-Bildschirm. Die Hälfte des Gewinns von Sharp entfällt auf die LCD-Bildschirm-Sparte. Insidern zufolge produziert Sharp bereits Bildschirme für das iPhone 6.

Ein Sharp-Fernseher: TV war gestern – mittlerweile macht der Konzern sein Geld mit Smartphone-Displays. AFP

Ein Sharp-Fernseher: TV war gestern – mittlerweile macht der Konzern sein Geld mit Smartphone-Displays.

TokioDer Elektronik-Konzern Sharp punktet mit seinen Bildschirmen für Handys wie dem iPhone von Apple. Im ersten Geschäftsquartal kletterte der operative Gewinn um 55 Prozent auf umgerechnet 34 Millionen Euro (4,67 Milliarden Yen), wie die Japaner am Freitag mitteilten. Fast die Hälfte davon fiel auf die Sparte mit LCD-Bildschirmen, die in vielen Smartphones zum Einsatz kommen. Wie Insider sagten, produziert Sharp bereits Bildschirme für das neue iPhone 6, das im September auf den Markt kommen soll. Zudem habe Sharp die Mehrwertsteuererhöhung im April in Japan weniger zu spüren bekommen als befürchtet.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Sharp hat lange unter der harten Konkurrenz gelitten und stand am Rande des Kollaps. Die Firma sattelte von großen TV-Bildschirmen auf kleinere Displays für Smartphones und Tablet-PCs um. Zudem bescherten Kostensenkungen und umfangreiche Restrukturierungen dem Konzern im letzten Geschäftsjahr 2013/14 (bis Ende März) erstmals nach drei Jahren wieder einen Gewinn. Anders sah es dagegen beim südkoreanischen Wettbewerber LG Display aus. Beim weltgrößten Produzenten von LCD-Displays brach das operative Ergebnis im zweiten Quartal um mehr als die Hälfte ein. Zwar stieg die Stückzahl der gelieferten Bildschirme, aber der Durchschnittspreis der Produkte sank.

Von

rtr

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