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06.04.2011

11:57 Uhr

Energiewende

Netzagentur fordert Ausbau des Stromnetzes

Der Präsident der Bundesnetzagentur fordert einen Bundesnetzplan für den Ausbau von Stromleitungen und kürzere Laufzeiten für Netzprojekte. Nur so könne der Umschwung zu erneuerbaren Energien beschleunigt werden.

Stromleitung im brandenburgischen Jacobsdorf. Quelle: ZB

Stromleitung im brandenburgischen Jacobsdorf.

Bonn Die Bundesnetzagentur dringt nach der Wende in der Energiepolitik auf einen schnelleren Ausbau der Stromnetze in Deutschland. „Wenn der Umbau in Richtung erneuerbare Energien beschleunigt werden soll, dann muss vor allem auch der Stromnetzausbau intensiviert und vorangebracht werden“, sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Bonn.

Die Bundesnetzagentur habe bereits geplante Milliardeninvestitionen der Betreiber gebilligt. Der Ausbau stocke aber wegen fehlender weiterer Genehmigungen. „Wir haben kaum bestandsfeste Genehmigungen“, sagte Kurth. Netzprojekte hätten derzeit eine Laufzeit von zehn bis 15 Jahren. Dieser Prozess müsse in Richtung fünf Jahre verkürzt werden. Kurth sprach sich dafür aus, zum Ausbau einen Bundesnetzplan zu erstellen, um den Leitungsausbau zu koordinieren. Dafür sei aber ein Gesetz erforderlich, dem auch die Länder zustimmen müssten. Die Bundesnetzagentur sei bereit, die Führung zu übernehmen, wenn dies der Gesetzgeber wolle.

Vor allem die Höchstspannungsnetze müssten ausgebaut werden. Der Behördenchef verwies auf Schätzungen der Deutschen Energie-Agentur, wonach bis 2020 rund 3600 Kilometer neue Leitungen benötigt würden. Dies sei zwar eine große Aufgabe, die Länge entspreche aber lediglich rund 20 Prozent des bestehenden Übertragungsnetzes. „Auch kostenmäßig lässt sich das in den Griff bekommen.

Von

rtr

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