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13.01.2004

12:51 Uhr

Engagement im Einzelhandel wird verstärkt

Gute SAP-Zahlen Börsianern nicht gut genug

Europas größter Softwarekonzern SAP hat die eigenen Gewinnerwartungen im abgelaufenen Jahr nach eigenen Angaben deutlich übertroffen. Dennoch verfehlte das Unternehmen mit seinen vorläufigen Zahlen die hoch gesteckten Erwartungen der Börsianer. An der Börse gab die SAP-Aktie gegen den Markttrend nach.

HB STUTTGART. Die als wichtigster Erfolgsmaßstab von SAP geltende, um Sondereinflüsse bereinigte operative Umsatzrendite stieg nach einem Endspurt im vierten Quartal 2003 trotz leicht rückläufiger Umsätze auf rund 27 % von knapp 23 % ein Jahr zuvor, wie SAP am Dienstag mitteilte. Erwartet hatte der Konzern eine Steigerung auf knapp 25 %. Vor allem in Deutschland und in den USA sei das Geschäft mit den lukrativen Softwarelizenzen in den drei Monaten von Oktober bis Dezember gut gelaufen, erklärte SAP. Der bereinigte Gewinn je Aktie habe nach der ersten Analyse der Zahlen deutlich über 3,60 € gelegen und damit ebenfalls die erwartete Spanne übertroffen. Endgültige Zahlen will SAP am 22. Januar vorlegen. Dann will Vorstandschef Henning Kagermann auch einen Ausblick auf 2004 geben.

Der Umsatz mit Softwarelizenzen sank nach SAP-Angaben 2003 um sechs Prozent auf rund 2,15 Mrd. € und traf damit genau die Schätzungen der von Reuters befragten Analysten. Im Schlussquartal schwächte sich der Umsatzrückgang weiter ab, die Lizenzeinnahmen gingen nur um drei Prozent auf rund 930 (958) Mill. € zurück. Ohne den schwächeren US-Dollar wäre der Lizenzumsatz 2003 um ein Prozent gestiegen. Der Gesamtumsatz schrumpfte wegen der Währungseffekte um fünf Prozent auf etwas mehr als 7,0 Mrd. €, wechselkursbereinigt stieg er um drei Prozent. Im Schlussquartal ging der Umsatz um drei Prozent zurück.

Aus den vorläufigen Eckdaten ergibt sich nach Berechnungen von Reuters ein Anstieg des um Akquisitionskosten und die Kosten für Mitarbeiteraktien bereinigten operativen Gewinn von 1,85 bis 1,90 (2002: 1,69) Mrd. €. Das entspräche einem Zuwachs von zehn bis zwölf Prozent. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Durchschnitt nur 1,83 Mrd. € erwartet. Das Betriebsergebnis liegt nach den Berechnungen bei mehr als 1,7 (1,63) Mrd. €.

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