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22.01.2007

08:36 Uhr

Enttäuschende Zahlen

IT-Wachstum schwächelt

Nach Apple und Intel ist IBM nun das dritte IT-Unternehmen in Folge, das durch schwache Quartalszahlen auffällt. Analysten sorgen sich nun sogar um den ganzen Sektor der Informationstechnologien. Ein möglicher Grund dafür liegt in etwas, das gut für den Verbraucher ist.

(jkn) FRANKFURT. Die Sorge der Investoren vor einer sich abschwächenden Nachfrage nach Informationstechnologie (IT) wächst. Nachdem in der zurückliegenden Woche bereits der Computerhersteller Apple und der Chipriese Intel mit ihren Quartalszahlen enttäuschten, wurde das schwache Plus der Hardwaresparte von IBM als ein weiterer Indikator für ein sich verschlechterndes Umfeld interpretiert. „Es ist nicht das Wachstum, das in der Branche eigentlich sein sollte“, sagte Mark Bon von Canada Life.

Für die bevorstehende Bilanzwoche verheißt das nach Ansicht der Experten nichts Gutes. So legen in der kommenden Woche AMD, Sun, Yahoo und Microsoft ihre Zahlen vor. In Deutschland erlaubt SAP einen tieferen Einblick in die Daten, nachdem der Softwareriese vor einigen Tagen mit ersten Eckzahlen bereits enttäuschte.

Auch der grundsätzlich positive Ausblick des IBM-Managements konnte die Stimmung nicht drehen. Die IBM-Aktie verlor über fünf Prozent. IBM konnte den Umsatz mit großen Rechnern und Halbleiterprodukten im vierten Quartal zwar um 4,3 Prozent auf 7,19 Mrd. Dollar steigern. Im Quartal zuvor hatte das Plus aber noch 8,9 Prozent betragen.

Einige Analysten verweisen darauf, dass die Kunden immer häufiger ihre IT auch durch Software optimieren könnten ohne gleich neue Geräte zu kaufen. Allerdings deuten andere Daten auf eine grundsätzlich Abschwächung des Marktes hin. So hatte auch Apple gemeldet, dass der Verkauf von Rechnern nicht mehr so stark zulegte, wie im Quartal zuvor. Gleichzeitig ist der weltweite PC-Absatz nach Berechnungen IDC im vierten Quartal 2006 mit plus 8,7 Prozent deutlich langsamer gewachsen als erwartet. Die Marktforscher hatten 10,1 Prozent prognostiziert.

Angesichts dessen wächst die Nervosität der Investoren, zumal Technologietitel an der Börse in den letzten Wochen zum Teil deutlich gestiegen waren. Aus Sorge, dass diese Vorschusslorbeeren übereilt verteilt wurden, ziehen sich Anleger aus den Technologieaktien zurück. So gab der amerikanische Nasdaq Composite Index, in dem Computerwerte mit über 40 Prozent gewichtet sind, zum Wochenende deutlich nach.

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