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26.01.2017

12:21 Uhr

Ericsson

Netzwerkausrüster muss weiter einstecken

Niedrige Patenterlöse sorgte für ein Minus beim Netzwerkausrüster Ericsson. Das Unternehmen kämpft derzeit mit starken Gewinneinbrüchen. Die starke Konkurrenz sorgt dabei für zusätzlichen Druck.

Das schwedische Unternehmen muss erneut einen Umsatzeinbruch hinnehmen. dpa

Ericsson

Das schwedische Unternehmen muss erneut einen Umsatzeinbruch hinnehmen.

StockholmDer schwedische Netzwerkausrüster Ericsson kämpft weiter mit hartem Gegenwind. Auch im Schlussquartal musste das Unternehmen mit minus 11 Prozent auf 65,2 Milliarden schwedische Kronen (6,9 Milliarden Euro) einen herben Umsatzeinbruch einstecken, wie es am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Analysten hatten allerdings einen noch größeren Einbruch erwartet.

Auslöser für den Rückgang waren dem Unternehmen zufolge unter anderem niedrigere Patenterlöse wegen einer neuen Lizenzvereinbarung mit dem US-Elektronikriesen Apple. Ende vergangenen Jahres hatten sich die Unternehmen nach einem Streit in einem Vergleich auf neue Vertragsbedingungen geeinigt.

Ericsson: Großaktionär Wallenberg übernimmt das Ruder

Ericsson

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Börje Ekholm, ein Spitzenmanager aus dem Umfeld des Großaktionärs Wallenberg, übernimmt den Chefposten beim Telekom-Ausrüster Ericsson. Ekholm soll nun eine Lösung für die Schwierigkeiten des Konzerns finden.

Im Gesamtjahr sackte der Erlös des Konzerns um ein Zehntel ab, vor allem weil Mobilfunk-Konzerne derzeit wenig in neue Netze investieren. Ericsson muss sich aber auch mit starken Wettbewerbern wie Huawei und Nortel herumschlagen.

Wegen der hohen Kosten für den Umbau, der dem Unternehmen auf längere Sicht Einsparungen bringen soll, ging der Gewinn von 13,7 Milliarden Kronen auf 1,9 Milliarden Kronen zurück - im Schlussquartal stand sogar ein Verlust zu Buche. Die Dividende soll drastisch auf eine Krone je Aktie gekürzt werden. Vor einem Jahr hatte es mit 3,70 Kronen noch fast viermal soviel Ausschüttung gegeben.

Der seit vergangener Woche amtierende neue Ericsson-Chef Börje Ekholm warnte, die aktuell schwierige Lage für die Ausrüstung von Mobilfunknetzen werde sich zunächst wohl auch 2017 fortsetzen. Das Sparprogramm werde in diesem Jahr vermutlich weitere 3 Milliarden Kronen kosten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Stefan Derer

27.01.2017, 09:26 Uhr

Zur Info:
Nortel ist seit 2009 insolvent und wurde zerschlagen und verkauft. Die Firma gibt es nicht mehr.
Ich denke in dem Artikel ist Nokia gemeint.
Grüsse

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