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26.09.2014

13:31 Uhr

Erlaubnis von EU-Kommission

Facebook darf WhatsApp übernehmen

Im Februar hatte Facebook die Übernahme von WhatsApp angekündigt, nun hat offenbar auch die EU-Kommission ihr Einverständnis gegeben – ganz ohne Auflagen. Bestätigen will sie dies aber noch nicht.

Der Kauf von WhatsApp wäre Facebooks bisher größte Übernahme. Die EU-Kommission hat den Deal nun zugelassen. ap

Der Kauf von WhatsApp wäre Facebooks bisher größte Übernahme. Die EU-Kommission hat den Deal nun zugelassen.

Washington/BrüsselDie EU-Kommission wird dem sozialen Netzwerk Facebook die Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp einem Zeitungsbericht zufolge ohne Auflagen genehmigen. Seitdem Brüssel die Übernahme auf Wunsch von Facebook untersuche, seit Ende August also, habe es kein einziges Treffen zwischen der Behörde und den beiden US-Unternehmen gegeben, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag. Daher sei es wahrscheinlich, dass der Kauf ohne Auflagen genehmigt werde. Die EU-Kommission wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Sie verwies darauf, dass sie bis kommenden Freitag ihre Entscheidung treffen werde.

Facebook hatte im Februar den Kauf von WhatsApp angekündigt. Das soziale Netzwerk will 19 Milliarden Dollar (knapp 15 Milliarden Euro) in bar und in Aktien zahlen. Die US-Behörden hatten im April schon grünes Licht gegeben.

Der Kauf wäre Facebooks bisher größte Übernahme. Die Übernahme könnte den Konzern auf dem Markt mit mobilen Angeboten noch stärker machen.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Riese Datenmengen

Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.


Von

afp

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