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01.03.2013

17:26 Uhr

Erneute Insolvenz

Nachrichtenagentur dapd ist wieder pleite

Der Nachrichtenagentur dapd hat erneut Insolvenz angemeldet – zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres. Investoren haben trotz vertraglicher Verpflichtungen bisher kein Geld auf den Tisch gelegt.

Die Nachrichtenagentur dapd hat erneut Insolvenz angemeldet. Reuters

Die Nachrichtenagentur dapd hat erneut Insolvenz angemeldet.

FrankfurtDie Nachrichtenagentur dapd hat am Freitag erneut Insolvenz angemeldet. Die dapd Nachrichtenagentur Beteiligungs GmbH habe beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen entsprechenden Antrag gestellt, teilte das Unternehmen mit. Als Grund wurden „unvorhergesehene strukturelle Schwierigkeiten“ genannt, die ihre Ursachen in der vorangegangenen Insolvenz hätten. Geschäftsführer Ulrich Ende sei deswegen zu Nachverhandlungen mit den Investoren gezwungen gewesen. Die Gespräche hätten dazu geführt, dass die Investoren trotz vertraglicher Verpflichtung bisher nicht eingezahlt hätten.

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg habe die Rechtsanwältin Petra Hilgers (Berlin) zur vorläufigen Insolvenzverwalterin ernannt. Der ehemalige Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma, der in diesem Fall selbst Gläubiger ist, habe sich bereits mit Hilgers abgestimmt, teilte dapd weiter mit. Am Freitagnachmittag seien die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung über die Situation informiert worden.

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Die Abwicklung der französischen dapd-Tochter wurde von nun einem Gericht angeordnet.

dapd hatte im Oktober 2012 für mehrere Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Nach einer Restrukturierung und der Entlassung von rund einem Drittel der etwa 300 Mitarbeiter übernahm am 1. Februar die von Ende gegründete dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH die Geschäftsbetriebe der insolventen dapd-Gesellschaften.

Kommentare (1)

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01.03.2013, 17:57 Uhr

Hmmm. Das Geschäftsmodell scheint nicht zu stimmen. Vielleicht verkaufen sich wahre Nachrichten besser als Lügen - das sollte man mal probieren.

Das gilt übrigens für alle sogenannten "Nachrichten"-Agenturen, insbesondere auch für die, die groß (bzw. monopolistisch) genug sind, um mit den Lügen und Halbwahrheiten durchzukommen.

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