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18.03.2004

12:07 Uhr

Erste Sanierungsmaßnahmen

Senator schließt Insolvenz nicht aus

Trotz Kinoerfolge wie mit „Das Wunder von Bern“ oder „Good Bye, Lenin!“ ist der Berliner Filmproduzent Senator Entertainment durch hohe Abschreibungen bilanziell überschuldet. Als erste Krisenmaßnahme sollen nun Gespräche mit Banken zur Sanierung des Konzerns geführt werden.

Senator Entertainment verfolgt erste Sanierungsmaßnahmen.

Ein Senator-Erfolg: "Das Wunder von Bern". Foto: dpa

HB BERLIN/FRANKFURT. Die genaue Summe der Abschreibungen wurde von Seiten des Unternehmens nicht genannt. In einer Mitteilung hieß es lediglich, „der im Rahmen der Aufstellung des aktuellen Jahresabschlusses 2003 der Senator Entertainment AG prognostizierte Wertberichtigungsbedarf in Bezug auf das Filmvermögen und die Beteiligungen hat sich weiter konkretisiert.“ Der Vorstand verfolge geeignete Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens, hieß es weiter. Zuerst sollen nun Gespräche mit finanzierenden Banken geführt werden. Eine Insolvenz werde nicht ausgeschlossen, teilte das Berliner Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mit.

Das Unternehmen hatte 2003 Kinoerfolge mit Filmen wie „Das Wunder von Bern“ und „Good Bye, Lenin!“ verzeichnet. Die anhaltend schwachen Marktverhältnisse in der Kinobranche sowie im nationalen und internationalen Lizenzhandel führten dennoch zu hohen Abwertungen auf das Filmvermögen und Beteiligungen sowie einer erheblichen Korrektur der Bilanzansätze. Bei den abzuwertenden Rechten handele es sich überwiegend um ältere Titel aus dem Senator Filmkatalog. Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwartet Senator einen Umsatz von 54 bis 57 (Vorjahr: 63,6) Mill. Euro sowie ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 20 bis 24 (15,3) Mill. Euro. Nach Steuern und Anteilen Dritter hatte Senator 2002 einen Verlust von 178,2 Mill. Euro verzeichnet. Für 2004 peile Senator operativ wieder schwarze Zahlen an.

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