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12.01.2004

14:40 Uhr

EU-Kommission will mehr Zeit

Prüfung von Peoplesoft-Kauf ausgesetzt

Die Europäische Kommission hat ihre Prüfung der geplanten feindlichen Übernahme des US-Softwareunternehmens Peoplesoft durch den Konkurrenten Oracle ausgesetzt.

HB BRÜSSEL. Mit dem Aufschub solle Zeit für die Beschaffung weiterer Informationen gewonnen werden, teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union (EU) am Montag anlässlich der Veröffentlichung einer aktualisierten Liste von Übernahmen und Fusionen mit, die von ihr geprüft werden. Die Untersuchung der geplanten Übernahme sollte ursprünglich am 30. März abgeschlossen werden. Ein neuer Termin werde festgesetzt, wenn die nötigen Informationen vorlägen, hieß es weiter, ohne dass dazu Einzelheiten genannt wurden.

Der SAP-Konkurrent Oracle hat für den kleineren US-Rivalen Peoplesoft ein feindliches Übernahmeangebot über 7,3 Mrd. Dollar vorgelegt. Einer Übernahme muss neben der US-Kartellbehörde auch die Regulierungsbehörde der EU zustimmen, weil beide Unternehmen ihre Produkte in Europa verkaufen.

Die EU-Kommission wollte besonders die Folgen der Übernahme für den Markt für Firmensoftware prüfen, die von multinationalen Unternehmen für die Koordination und Planung ihrer Finanzen, ihrer Personalentwicklung und ihrer Kundenbeziehungen genutzt wird. Zudem interessierte sich die Behörde für den möglichen Einfluss auf den Markt mit relationalen Datenbanken, in dem Oracles eine sehr starke Position hat.

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