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17.04.2003

09:47 Uhr

Euro belastet Amerika-Geschäft

SAP-Gewinn überrascht Analysten

Mit deutlichen Kostensenkungen hat Europas größter Softwarekonzern SAP in den ersten drei Monaten 2003 einen Umsatzrückgang und den stärkeren Euro mehr als wettgemacht und ein über den Erwartungen liegenden operativen Gewinn erzielt. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis sei im ersten Quartal dieses Jahres um 28 Prozent auf 304 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Walldorf mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt nur mit 262 Millionen Euro gerechnet.

Reuters WALLDORF. Der Umsatz mit Softwarelizenzen sank indes um 12 Prozent auf 352 Mill. Euro und lag damit am unteren Ende der Erwartungen. Die in der Branche viel beachtete operative Marge verbesserte sich auf 20 Prozent von 14 Prozent vom Umsatz. Angesichts dessen hielt SAP an den Erwartungen für das laufende Jahr fest: Der Konzern traut sich weiter einen Anstieg der operativen Marge um ungefähr einen Prozentpunkt gegenüber den 2002 erreichten 22,7 Prozent zu.

Der Anstieg des Euro machte sich im ersten Quartal vor allem im Amerika-Geschäft bemerkbar. Auf dem zweitwichtigsten Markt für SAP ging der Konzernumsatz um 20 Prozent zurück, während er bei konstanten Wechselkursen um 1 Prozent gestiegen wäre.

Weltweit sank der Umsatz um 8 Prozent auf 1,52 Mrd. Euro von 1,66 Mrd. Euro, ohne Währungseinflüsse wäre er hingegen um 1 Prozent gestiegen. Das Nettoergebnis verdreifachte sich nach dem Wegfall der Sonderbelastungen für die US-Internet-Tochter Commerce One in den ersten drei Monaten 2003 auf 186 Mill. Euro von 65 Mill. Euro.

Seine gesamten Kosten drückte SAP im ersten Quartal auf 1,22 Mrd. Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch rund 1,47 Mrd. Euro ausgegeben. „Wir konzentrieren uns auf die Erhöhung unseres Marktanteils und das Management der von uns beeinflussbaren Kenngrößen. Wir arbeiten weiter hart daran, unsere Effizienz zu steigern“, sagte Vorstandssprecher Henning Kagermann. Im Vergleich zu den großen fünf Wettbewerbern sei der Marktanteil bei den Softwarelizenzen am Ende des ersten Quartals auf 54 von 51 Prozent Ende Dezember gestiegen. Die US-Konkurrenten Siebel und PeopleSoft hatten im ersten Quartal die Erwartungen im Lizenzverkauf weit verfehlt.

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