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23.07.2012

11:45 Uhr

Exklusiv-Smartphone

Nokia pfeift auf die Massenstrategie

Für sein neues Windows-Smartphone plant Nokia Exklusivverträge abzuschließen, so ein Pressebericht. Mit der neuen Strategie will der finnische Handyhersteller seinen Rivalen Apple und Samsung nachjagen.

Das Schaufenster eines Nokia-Flagship-Stores in Helsinki. AFP

Das Schaufenster eines Nokia-Flagship-Stores in Helsinki.

LondonDer angeschlagene finnische Handyhersteller Nokia will einem Pressebericht zufolge bei der Einführung eines neuen Windows-Smartphones mit seiner bisherigen Massenstrategie brechen. Dazu plane der Handybauer, Exklusivverträge mit europäischen Mobilfunkbetreibern abzuschließen, schreibt die britische „Financial Times“ unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld der Verhandlungen. Bislang hatte Nokia stets versucht, neue Handys möglichst schnell über alle möglichen Vertriebswege an die Kundschaft zu bringen.

Mit der neuen Strategie, die im Prinzip dem Vorgehen von Apple bei der Einführung des iPhone entspricht, erhofft sich der Konzern eine stärkere Verkaufsunterstützung durch den Vertrieb der Netzbetreiber. Diese sollen im Gegenzug am Erfolg des ersten Telefons auf Basis des Betriebssystems Windows Phone 8 beteiligt werden, hieß es weiter. Demnach werden die zum Vertrieb des Telefons berechtigten Partner auf einige wenige begrenzt.

Die Markteinführung des neuen Telefons sehen Analysten als mitentscheidend für Nokias Zukunft an. Nokia hechelt den schärfsten Rivalen auf dem Smartphone-Markt, Apple und Samsung, derzeit nur hinterher. Im abgelaufenen zweiten Quartal hatte Nokia erneut spürbar weniger der höherpreisigen Telefone verkauft als vor einem Jahr. Der Absatz der auf Windows basierenden Lumia-Telefone hatte sich gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres hingegen fast verdoppelt. Doch waren auch die Preise für die Smartphones merklich gesunken. Operativ verliert der Konzern mit jedem einzelnen Handy immer mehr Geld, die Marge in der Handysparte sackte noch tiefer ins Minus als zuvor.

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Zu den Unternehmen, mit denen Nokia Gespräche geführt hat, soll dem Bericht zufolge unter anderem France Telecom gehören. Auch die Deutsche Telekom komme als Kooperationspartner in Frage, womöglich über das britische Joint Venture Everything Everywhere mit Orange. Viele europäische Mobilfunker sähen neben den am Markt starken iPhones und den Samsung-Modellreihen, die meist auf Googles Betriebssystem Android basieren, mit den Windows-Telefonen gerne eine dritte starke Plattform. Denn die Platzhirsche behalten dank ihrer Marktmacht einen großen Teil des Gewinns aus dem Handyverkauf für sich.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Hans

23.07.2012, 13:39 Uhr

Nokia wird nur noch von Amis geführt, dass merkt man bei so einer Strategie, die in Europa wegen den anderen Marktverhältnissen nicht funktionieren kann. In Europa ist mehr der Einzelverkauf ohne Vertrag wichtig, in den USA verkauft man hauptsächlich mit Verträgen. Letztlich kommt Nokia so nicht an die Massenkunden ran. Aufgrund des nicht so guten Image, werden die Klassekunden auch weiter zu Apple greifen, und Nokia Handys im Regal liegen lassen.

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