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11.01.2007

22:20 Uhr

Experten hatten noch bessere Zahlen erwartet

SAP schreckt die Börse auf

Der weltgrößte Firmensoftware-Hersteller SAP hat mit schwächer als erwarteten Geschäftszahlen für 2006 die Anleger geschockt und seine Aktie auf Talfahrt geschickt. In New York verloren SAP-Titel am Donnerstag zehn Prozent auf 49 Dollar. Das dürfte auch am deutschen Markt am Freitag für Bewegung sorgen.

SAP-Logo am Firmengebäude in Walldorf bei Heidelberg. Archivbild: dpa

SAP-Logo am Firmengebäude in Walldorf bei Heidelberg. Archivbild: dpa

HB FRANKFURT. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Verkäufe von Software-Lizenzen 2006 aufgrund von Währungseffekten und einem mageren US-Geschäft nur um elf Prozent auf 3,1 Mrd. Euro, wie SAP am Donnerstagabend mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 15 Prozent erwartet, auch der Konzern selbst hatte mit mehr gerechnet. Der Gesamtumsatz legte um elf Prozent auf 9,43 Mrd. Euro zu.

Die um Kosten für Akquisitionen und Aktienoptionsprogramme bereinigte operative Gewinnmarge legte um 0,6 bis 0,7 Prozentpunkte auf rund 29 Prozent zu. Von der Konkurrenz setzte sich SAP aber weiter ab: Den weltweiten Marktanteil habe die Firma um drei Prozentpunkte auf 24,2 Prozent ausgebaut, so der Konzern.

Das Softwareunternehmen, das einen großen Teil seiner Umsätze in Dollar tätigt, viele Ausgaben aber in Euro abrechnet, litt zum einen unter dem schwachen Dollar. Zum anderen brach das US-Geschäft ein: Mit einer währungsbereinigten Wachstumsrate bei Lizenzen von 15 Prozent im vierten Quartal, auf das traditionell rund 40 Prozent des Geschäfts entfällt, lag SAP deutlich hinter der im Vorquartal erreichten Rate von 23 Prozent. Für 2007 nannte SAP noch keine Finanzziele. Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr will SAP am 24. Januar vorlegen.

Von Verkäufen in erheblichem Umfang in SAP und in Solarwerten berichtete ein Händler von Lang & Schwarz am späten Abend. SAP wurden mit 38,60 zu 38,90 Euro rund acht Prozent leichter gestellt. Es habe eine große Zahl Verkaufsaufträge gegeben, nur einige wenige Investoren seien von dem gefallenen Kurs zu Käufen gelockt worden. Auch in den USA sei die Aktie „heruntergerast“ bei einem Umsatz von rund vier Millionen Stück.

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