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11.01.2013

17:18 Uhr

Facebook

100 Dollar für eine Nachricht an Zuckerberg

Das soziale Netzwerk testet ein neues Bezahlmodell: Gegen einen bestimmten Betrag landet die eigene Nachricht ganz oben im Postfach des Empfängers. 100 Euro zahlt man derzeit für etwas Aufmerksamkeit von Marc Zuckerberg.

Facebook-Gründer Marc Zuckerberg. dapd

Facebook-Gründer Marc Zuckerberg.

Sie wollen, dass Ihre Nachricht prominent im Postfach von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg landet? Das könnte 100 Dollar kosten. Im Zuge des Experiments mit bezahlten Nachrichten testet Facebook diese eher hohe Preismarke, wie das Technologie-Blog „Mashable“ feststellte. „Wir probieren einige extreme Preise aus, um zu sehen, was funktioniert, um Spam-Nachrichten herauszufiltern“, erklärte Facebook dem Online-Dienst.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Riese Datenmengen

Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.

Facebook hatte den Test mit bezahlten Nachrichten an Personen, die nicht zum Freundeskreis eines Nutzers gehören, im Dezember gestartet. Zwar können Nutzer bereits an Menschen schreiben, mit denen sie auf Facebook noch nicht in Verbindung stehen. Diese Nachrichten landen jedoch nicht im selben Bereich wie Notizen an Freunde und Bekannte. Stattdessen wandern sie in einen Unterordner „Sonstiges“, wo sie oft übersehen werden. Die bezahlten Botschaften hingegen gehen ins Haupt-Postfach eines Facebook-Mitglieds.

Testlauf: Facebook probt Geld gegen Nachrichten

Testlauf

Facebook probt Geld gegen Nachrichten

Mitteilungen an Nutzer außerhalb des Freundeskreises kosten probeweise einen Dollar.

Als Ausgangspreis wurde damals ein Dollar pro Nachricht genannt, zugleich wollte Facebook aber auch mit anderen Beträgen experimentieren. Um ungewollte Spam-Botschaften zu vermeiden, ist die Zahl solcher Nachrichten in dem Probelauf auf eine pro Woche reduziert. Unternehmen können nicht an dem Test teilnehmen. Facebook sucht derzeit nach neuen Einnahmequellen, auch weil sein Verkauf von Werbung auf den von vielen genutzten mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets erst am Anfang steht.

Von

dpa

Kommentare (2)

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champus

11.01.2013, 18:35 Uhr

Facebook a cia program ?

Is this propaganda, fun, truth or a mixture of all of this ? ;-)
V.

http://www.theonion.com/video/cias-facebook-program-dramatically-cut-agencys-cos,19753/

http://www.basicthinking.de/blog/2011/03/22/wir-habens-geahnt-facebook-ist-bloss-ein-cia-programm-und-zuckerberg-ein-cia-agent/

http://adventofdeception.com/facebook-ciacover-nwo-agenda/

To find out more use a search engine !

champus

11.01.2013, 18:39 Uhr

Hi Volker,

the third of your links clearly states The Onion news report is a spoof (satire comedy sketch). I'm sure you already came to the same conclusion but if not... scrolling to the video clip there's a 'disclaimer' just above the video picture.

Anyway... I would not be the least bit surprised to learn a covert surveillance agency was somewhere behind such a media portal. The clamor by every echelon of today's society, in whichever country or state they may be, to expose themselves both literally and rhetorically is evident.

Most surprising is the non-consideration of Action & Outcome. After so many years of legal efforts to maintain personal privacy today's public seem happy to throw away this protection in exchange for less than '15 minutes of fame'.

My own Facebook pages contain very little personal information and fewer personal or private thoughts.

In response to the recent changes by Facebook to privacy... and numerous 'friends' citing a puerile legalese assertion to their privacy & control of all their Facebook content, I posted a statement saying if Facebook were acting responsibly toward its 'clients', then such notices would not be necessary.

Without doubt Facebook has 'handed the keys to The Kingdom' to a third party and it remains a matter of time before that party's identity becomes known. When it does become known I suggest we all keep as near to the ground as possible to avoid the 'raft' of shit as it passes out of the fan !

Regards, Peter.

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