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15.01.2015

04:39 Uhr

Facebook-Chef

Zuckerberg bringt kostenloses Internet nach Kolumbien

Freies Internet: In Kolumbien ist das nun dank Facebook-Chef Mark Zuckerberg durch die App Internet.org möglich. Ganz selbstlos ist die Aktion allerdings nicht - Facebook soll davon profitieren.

Mark Zuckerberg und Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos kündigten den Start der App Internet.org in dem südamerikanischen Land an. dpa

Mark Zuckerberg und Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos kündigten den Start der App Internet.org in dem südamerikanischen Land an.

BogotáFacebook treibt seinen Plan voran, mehr Menschen in Entwicklungsländern Zugang zum Internet zu verschaffen. Unternehmenschef Mark Zuckerberg und Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos kündigten am Mittwoch den Start der App Internet.org in dem südamerikanischen Land an.

Kunden des Mobilfunkunternehmens Tigo können künftig von ihren Handys aus beispielsweise auf Facebook, Messenger, Wikipedia und Regierungsseiten zugreifen.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Auf der Suche nach neuen Kunden will Facebook Milliarden neuer Nutzer online bringen. Kolumbien ist das vierte Land, das Zuckerberg im Rahmen seiner Aktion Internet.org besucht. Ziel ist es, zwei Drittel der Weltbevölkerung, die noch offline ist, ans Netz zu bringen. Das Programm läuft bereits in Sambia, Kenia und Tansania.

Seine erste Visite in Kolumbien nutzte Zuckerberg zudem, um eine Podiumsdiskussion mit Facebook-Nutzern abzuhalten. Es war das erste derartige Treffen außerhalb der USA.

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