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23.12.2015

09:42 Uhr

Facebook – ein großer Plan

Eine Plattform für alle Lebenslagen

Facebook hat mehr als 1,5 Milliarden Nutzer und arbeitet daran, sie enger an sich zu binden. Immer neue Dienste für alle möglichen Situationen sollen sie länger auf der Plattform des weltgrößten Online-Netzwerks halten.

Facebook und seine Dienste sollen zu einer Plattform werden, die man immer seltener verlassen muss. Reuters

Facebook

Facebook und seine Dienste sollen zu einer Plattform werden, die man immer seltener verlassen muss.

BerlinFacebook stellte in diesem Jahr neue Rekorde auf, deren Dimension nur schwer zu fassen ist: 1,5 Milliarden Nutzer weltweit, eine Milliarde täglich. Doch für das weltgrößte Online-Netzwerk ist das alles andere als genug. Gründer Mark Zuckerberg macht verstärkt Druck, Milliarden Menschen mehr in Entwicklungsländern ins Netz – und gleichzeitig zu Facebook – zu bringen. Und zugleich sollen Facebook und seine Dienste zu einer Plattform werden, die man immer seltener verlassen muss, egal, was man im Netz vorhat.

So wird der Facebook Messenger mit zuletzt mehr als 700 Millionen Nutzern zu einer Art Schweizer Taschenmesser unter den Kurzmitteilungsdiensten entwickelt. Zuletzt wurde vorerst in den USA ein Knopf für den direkten Zugriff auf Fahrdienste wie Uber eingefügt. Zuvor baute Facebook eine Funktion zum Bezahlen und dem Überweisen kleiner Geldbeträge an Freunde sowie einen Videochat ein und startete das ambitionierte Projekt eines persönlichen Assistenten direkt im Messenger.

Facebook in Zahlen

Tägliche Nutzer

Im Dezember 2015 griffen jeden Tag 1,04 Milliarden Nutzer auf den Facebook-Dienst zu, davon 934 Millionen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Quelle: das Unternehmen.

Monatliche Nutzer

Pro Monat waren es im Dezember 2015 1,59 Milliarden Nutzer bei Facebook aktiv, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Videos

Täglich werden über vier Milliarden Videos auf der Facebook-Plattform abgerufen.

Kurznachrichten

Nutzer von Facebook-Apps verschicken täglich 45 Milliarden Kurzmitteilungen. Dem Konzern gehört neben dem Facebook Messenger auch der Dienst WhatsApp.

Instagram

Die Foto-Plattform Instagram wird jeden Monat von 400 Millionen Nutzern besucht.

„M“ soll den Nutzern bei allen möglichen Alltags-Problemen helfen: Einen Tisch im Restaurant reservieren, ein Geschenk für den Partner aussuchen, ein Reiseziel fürs Wochenende auswählen und gleich buchen. „Er kann Dinge, die niemand sonst kann“, prahlte Messenger-Chef David Marcus bei der Vorstellung im August mit Blick auf andere digitale Assistenten wie Apples Siri oder Microsofts Cortana. Denn neben Algorithmen setzt Facebook bei „M“ auch auf menschliche Helfer, die dafür sorgen sollen, dass jede Anfrage erfüllt wird.

Außerdem will Facebook der Google-Tochter YouTube mit mehr Videos Konkurrenz machen, experimentiert mit integrierten Mini-Onlineshops in seiner Mobil-App, hat mehr als 400 Millionen Nutzer beim Foto-Dienst Instagram, lässt Live-Videos streamen und will mit „Instant Articles“ zu einer Plattform für Artikel klassischer Medien werden.

Die Inhalte werden dabei bei Facebook gespeichert, damit es keine Wartezeiten gibt. Die „Washington Post“, die inzwischen Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört, kündigte bereits an, alle ihre Artikel werden zu Facebook kommen. Andere Medien waren nicht so begeistert und Facebook musste jüngst die Konditionen bei der Werbung nachbessern.

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