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22.12.2016

04:16 Uhr

Facebook, Google, Twitter

Angehörige von Orlando-Opfern verklagen soziale Netzwerke

50 Menschen sind im Juni bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando ums Leben gekommen. Nun verklagen drei Familien Facebook und Co: Die Kläger werfen den Internetriesen Unterstützung des Islamischen Staates vor.

Im Juni waren bei einem Amoklauf im Nachtclub Pulse in Orlando, Florida, 50 Menschen ums Leben gekommen. AP

USA

Im Juni waren bei einem Amoklauf im Nachtclub Pulse in Orlando, Florida, 50 Menschen ums Leben gekommen.

ChicagoIn den USA haben Angehörige der Opfer des Anschlags von Orlando die Internetriesen Facebook, Google und Twitter wegen Unterstützung der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) verklagt. Die Familien dreier Opfer werfen den Konzernen vor, sie hätten dem IS „wissentlich und ohne Rücksichtnahme“ ermöglicht, die sozialen Netzwerke als Mittel zur Rekrutierung von Dschihadisten, Geldbeschaffung und Verbreitung von Propaganda zu nutzen.

Diese Form der Unterstützung habe den Aufstieg des IS befördert und diesen in die Lage versetzt, zahlreiche terroristische Anschläge zu verüben. Die Kläger verlangen Entschädigung.

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Psychisch krank oder IS-Sympathisant? Der Amokläufer von Orlando hat lange Zeit ein unauffälliges Leben geführt. Der 29-Jährige war zweimal verheiratet, hatte einen und arbeitete als Wachmann.

Im Juni hatte der 29-jährige Omar Mateen, ein US-Bürger und Sohn afghanischer Einwanderer, den Homosexuellen-Nachtclub „Pulse“ in Orlando (US-Bundesstaat Florida) überfallen und dort um sich geschossen. 50 Menschen wurden getötet, darunter der Attentäter von der Polizei. Mateen hatte sich zum Islamischen Staat bekannt und IS-Anführer Abu Bakr a-Bagdadi die Treue geschworen.

Facebook erklärte zu der Klage, die Standards des Unternehmens machten deutlich, dass terroristische Gruppen nichts in den sozialen Netzwerken zu suchen hätten. Wenn derlei Inhalte bemerkt würden, würden sie schnell entfernt. Google reagierte zunächst nicht, der Kurzbotschaftendienst Twitter lehnte eine Stellungnahme ab.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Franz Paul

22.12.2016, 11:08 Uhr

Die spinnen, die Amis!
Dann können sie auch Toyota verklagen, denn schließlich fährt der IS gern in deren Pickups herum.
Und die Firma Izmash, die die AK 47 produziert hat (oder einen anderen Hersteller, da gibt es einige), und das eine oder andere Modelabel, welches die Terroristen mit Kleidung ausstattet, oder einen Mobilfunkanbieter, oder oder oder.....

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