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25.01.2016

09:39 Uhr

Facebook

Mark Zuckerberg kommt nach Deutschland

Mark Zuckerberg kommt nach Berlin. Im Frühjahr will sich der Facebook-Chef einer öffentlichen Fragerunde stellen. Außerdem will der Konzern ein weiteres Rechenzentrum in Europa aufbauen.

Der Facebook-Chef kommt bald nach Berlin. dpa

Mark Zuckerberg

Der Facebook-Chef kommt bald nach Berlin.

Berlin/DublinFacebook-Chef Mark Zuckerberg kommt Ende Februar oder Anfang März nach Deutschland. Er wolle sich in Berlin einer öffentlichen Fragerunde stellen, kündigte der 31-Jährige am Montag in einem Facebook-Eintrag an. Details zu der Reise solle es später geben. Facebook habe in Deutschland über 27 Millionen Nutzer, schrieb Zuckerberg. Das ist die Zahl, die das weltgrößte Online-Netzwerk seit Ende 2014 nennt.

Deutschland sei eine Inspiration, weil sich dort zu seinen Lebzeiten gezeigt habe, wie die Macht einer Gemeinschaft Mauern niederreißen könne, erklärte der Facebook-Gründer. Facebook stand zuletzt in Deutschland unter massiver Kritik. Nutzer und Politiker warfen dem Netzwerk vor, fremdenfeindliche Kommentare nicht konsequent genug zu löschen. Inzwischen sicherte Facebook eine härtere Gangart zu und setzt dafür zusätzliche Mitarbeiter ein.

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Extremismus und Rassismus im Internet bekämpfen, das will Facebook mit seiner „Initiative für Online-Zivilcourage“. Das Projekt wurde in Berlin vorgestellt – von Top-Managerin Sheryl Sandberg höchstpersönlich.

Vor dem Besuch in Deutschland fährt Zuckerberg Ende Februar zum Mobile World Congress in Barcelona, dem Spitzentreffen der Mobilfunk-Industrie. Dort will er – wie schon vor einem Jahr – über seine Pläne für günstige oder kostenlose Internet-Zugänge in Entwicklungsländern sprechen. Facebooks dafür gegründete Initiative Internet.org traf bisher auf eher wenig Zuspruch bei den Mobilfunkern. In Indien sorgt sie für Streit mit den Behörden.

Unterdessen hat Facebook angekündigt, in Irland sein zweites Rechenzentrum in Europa aufzubauen. Die Anlage in Clonee nordwestlich von Dublin solle komplett mit erneuerbarer Energie betrieben werden, erklärte das Unternehmen in einem Blogeintrag am späten Sonntag. Es wird das sechste Facebook-Rechenzentrum weltweit sein, in Europa gibt es bisher eins in Schweden. Facebook steuert von Irland aus sein Geschäft außerhalb der USA.

Zuletzt eröffneten immer mehr US-Unternehmen Rechenzentren in Europa. Facebook verarbeitet die Daten zum Teil nach wie vor in den USA. Im Zuge des Vorgehens des Österreichers Max Schrems dagegen wurde der gesamte Rechtsrahmen für die einfache Datenübermittlung in die USA – die sogenannte Safe-Harbor-Vereinbarung – gekippt. Facebook betont jedoch, die Datentransfers bei dem Netzwerk seien auf andere Weise rechtlich abgesichert.

Die neue Anlage in Irland soll mit Technologie des von Facebooks ins Leben gerufenen Open Compute Project laufen, einer Initiative für effizientere Rechenzentren.

Von

dpa

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