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22.05.2015

10:31 Uhr

Facebook-Messenger kann Video

Wenn schlichtes Tippen zu anstrengend wird

VonLeonidas Exuzidis, afp

Nutzer des Facebook Messenger können ihrem Gesprächspartner in Zukunft mitten ins Gesicht blicken – Videochat ist jetzt auch mit dem Messenger möglich. Ein Videoanruf kratzt aber mächtig am verfügbaren Datenvolumen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stellte bereits vor einiger Zeit die neue Funktion vor. Videoanrufe sind nun auch in Deutschland möglich. AFP

Videoanrufe mit dem Messenger

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg stellte bereits vor einiger Zeit die neue Funktion vor. Videoanrufe sind nun auch in Deutschland möglich.

„Wo bist du? Was machst du? Wie geht's dir?“ Die Messenger-Dienste haben die Kommunikation verändert. Jetzt will Facebook mit seinem eigenen Messenger aufrüsten. Wenn die Nachricht mal etwas länger wird als gedacht, können Facebook-Nutzer ihren Gesprächspartner auch ohne dessen Telefonnummer bequem anrufen. Der Facebook-Messenger ermöglicht nach dem neusten Update auch in Deutschland einen Videoanruf, sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte.

Besonders praktisch: Man kann ganz einfach zwischen Chat und Videoanruf wechseln. In der oberen Leiste erscheint nach dem Update eine kleine Videokamera, die eine Datenverbindung zum Chat-Partner herstellt. Ähnlich wie bei Apples Facetime und Skype von Microsoft, spricht man dann von Angesicht zu Angesicht. Das eigene Gesicht ist durch die Frontkamera des Smartphones am unteren Bildschirmrand zu sehen. Nutzer mit begrenztem Datenvolumen sollten aber vorsichtig sein: Ein Videoanruf lässt den Datenverbrauch im Vergleich zu einer getippten Nachricht deutlich steigen.

So viele Menschen nutzen Facebook pro Monat

2004

1 Million aktive Nutzer pro Monat.

2005

6 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

2008

145 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

2010

608 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

2012

1056 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

2014

1393 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

Die neue Funktion war bereits Ende April auf den Markt gekommen, war zunächst aber nur in 18 Ländern verfügbar. Bereits im März wurde der Kurzmitteilungsdienst um eine Funktion erweitert, mit der man Geld an seine Chat-Partner überweisen kann. Das funktioniert bis auf weiteres allerdings nur in den USA.

Der Videoanruf ist nur eines von vielen Updates des Messengers. „Normales“ Telefonieren war mit dem Messenger schon vorher möglich – dem Kurznachrichtendienst „WhatsApp“ ist er mit der neuen Funktion nun wieder einen Schritt voraus. Analog zu „WhatsApp“ können auch Fotos, Videos oder Sprachnachrichten problemlos versendet werden. Der Messenger von Facebook hat weltweit etwa 600 Millionen Nutzer. Er wurde im vergangenen Jahr von der Facebook-App abgespalten und als eigenständiges Programm etabliert.

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