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26.06.2017

12:38 Uhr

Facebook

Online-Netzwerk plant eigene Serien

Die TV-Ambitionen von Facebook sind fortgeschrittener als bisher bekannt. Das weltgrößte Online-Netzwerk will laut einem Bericht nun auch exklusive Serien zeigen. Dabei spielen Zuschauer-Daten eine tragende Rolle.

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Menlo Park Facebook will laut einem Medienbericht in großem Stil eigene Fernsehinhalte auf seine Plattform bringen. Der weltgrößte Online-Netzwerk sei in Gesprächen mit Hollywood-Studios und Rechtevermarktern, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag. Facebook wolle bis zu drei Millionen Dollar pro Serien-Folge ausgeben - das liege in der Liga sehr hochwertiger TV-Produktionen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das Online-Netzwerk habe dabei vor allem die Altersgruppe der 17- bis 30-Jährigen im Visier.

Mit dem Vorstoß ins Geschäft mit TV-Inhalten würde Facebook sowohl mit klassischen Fernsehsendern als auch mit Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon konkurrieren. Auch Apple experimentiert gerade mit exklusiven Inhalten wie der Sendung „Planet of the Apps“ - holte sich jüngst aber auch zwei Top-Manager des TV-Studios von Sony.

Welche Facebook-Dienste die Deutschen nutzen

Mehr als „Gefällt mir”

Facebook ist nicht nur eine Internetseite oder eine App. Das soziale Netzwerk wurde in den vergangenen Jahren kräftig erweitert. Die bekanntesten Teile sind der Facebook Messenger, Instagram und Whatsapp. Das Statistik-Portal Statista hat die Deutschen gefragt, welche Dienste und Produkte sie mindestens gelegentlich nutzen.

Facebook allgemein

72 Prozent nutzen das Social Media Portal. Dabei ist der Unterschied zwischen Männern (73 Prozent) und Frauen (71 Prozent) gering.

Facebook Messenger

Den Facebook-Nachrichtendienst nutzen 43 Prozent der Befragten – Männer wie Frauen.

Instagram

Den Online-Dienst Instagram zum Teilen von Fotos und Videos nutzen 26 Prozent der Männer und 22 Prozent der Frauen.

Whatsapp

Den Instant-Messaging-Dienst, der seit dem Jahr 2014 zu Facebook gehört, wird 70 Prozent der Befragten genutzt. Mit 71 Prozent männlichen und 70 Prozent weiblichen Nutzern sind die Unterschiede bei den Geschlechtern gering.

Der Start des Facebook-Programms sei für Ende des Sommers anvisiert, schrieb das „Wall Street Journal“. Facebook wolle keine politischen Dramen, Nachrichtensendungen oder Serien mit Nacktheit und schmutziger Sprache, hieß es. Anders als Netflix oder Amazon wolle Facebook mit den Studios Zuschauer-Daten teilen. Mit dem Vormarsch von Facebook ins TV-Geschäft würde sich auch zeigen, wie gut sich ausgiebige Informationen über die Interessen von Zuschauern tatsächlich in den Erfolg von Sendungen ummünzen lassen.

Von

dpa

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