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28.03.2014

15:50 Uhr

Facebook-Rivale

„werkenntwen.de“ vor dem Aus

„werkenntwen.de“ hat wirklich alles versucht, selbst Profile für Haustiere hat der deutsche Facebook-Konkurrent eingeführt. Doch der steigende Nutzerschwund könnte bald das Ende des Online-Netzwerks bedeuten.

werkenntwen.de steht vor dem Aus: Auch kreative Rettungsversuche blieben bislang erfolglos.

werkenntwen.de steht vor dem Aus: Auch kreative Rettungsversuche blieben bislang erfolglos.

DüsseldorfDer deutsche Facebook -Konkurrent „werkenntwen.de“ steht angesichts der Übermacht des amerikanischen Online-Netzwerks vor dem Aus. „Derzeit sprechen wir noch mit möglichen Investoren. Sollten die Gespräche keinen Erfolg zeitigen, wird RTL interactive werkenntwen ab der Jahresmitte nicht weiterbetreiben“, sagte ein Sprecher von RTL interactive, einer Tochter von RTL Deutschland, am Freitag. Immer weniger Nutzer nutzen werkenntwen.de, deshalb lohne es sich nicht mehr. „Ziel ist es, nachhaltig profitabel zu arbeiten. Das war mit den andauernd gefallenen Reichweiten leider nicht mehr möglich“, sagte der Sprecher. Betroffen wären 40 Mitarbeiter. Für einige würden Alternativen im Konzern geprüft, hieß es in einer Mitteilung.

Während sich das Karrierenetzwerk Xing dank seiner Ausrichtung auf die Arbeitswelt gut gegen die US-Konkurrenz von LinkedIn und Facebook behauptet, haben es kleine Netzwerke, die auf private Bekanntschaften setzen, zunehmend schwer.

Die schlechtesten Passwörter 2013

Diverse Ziffernfolgen

Das häufigste Passwort ist „123456“, auf Platz 3 steht „12345678“, auf Platz 9 „123456789“: Ziffernfolgen sind beliebt. Auch „123123“ taucht in der Liste auf.
Quelle: Splashdata. Das US-Unternehmen hat gehackte und im Internet veröffentlichte Nuzterkonten analyisert.

Eine Ziffer mal sechs

Noch einfacher machen es sich Nutzer mit Passwörtern wie „111111“ (Platz 7) und „000000“ (Platz 25). Beide dürften Cyberkriminelle auf dem Zettel haben.

Problem erkannt

Etlichen Nutzern ist das Problem offenbar klar: Auf Platz 24 steht das Passwort „trustno1“, deutsch: Vertraue niemandem. Sicher ist es indes nicht.

Liebesgrüße im Browser

Unsicher, aber zumindest romantisch sind Passwörter wie „iloveyou“ (Platz 9) und „princess“ (Platz 22) – sofern sie sich auf den Partner beziehen.

Affe im Schatten

Warum die Begriffe als Passwörter beliebt sind, ist zwar unklar. Dennoch: „shadow“, deutsch: Schatten, und „monkey“, deutsche: Affe, stehen auf den Plätzen 18 und 17.

Firmenname als Hilfe

In der diesjährigen Auswertung ergibt sich eine Besonderheit: Da 38 Millionen Passwörter von Adobe-Kunden eingeflossen sind, tauchen sowohl der Firmenname als auch Produkte des Unternehmens auf, etwa in „adobe 123“ (Platz 10) und „photoshop“ (Platz 15).

Auch das einst größte Freunde-Netzwerk StudiVZ bekommt die Dominanz von Facebook & Co zu spüren. Die Schwesterseite SchülerVZ machte bereits dicht.

„Wir haben nichts unversucht gelassen, zuletzt auch erneut TV-Spots geschaltet“, sagte der Sprecher von RTL interactive. Auch Neuerungen wie Profile für Haustiere oder Autos brachten nur mäßigen Erfolg. „Die Maßnahmen konnten zwischenzeitlich den Nutzerschwund abbremsen, aber sie führten nicht zu einem nachhaltigen Wachstum“, erklärte RTL interactive.

Von

rtr

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