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10.05.2016

19:02 Uhr

Facebook

Überarbeitete Foto-App „Moments“ für Europa

Datenschutz-Bedenken haben Facebooks Foto-App „Moments“ bisher von Europa ferngehalten. In den USA greift die App auf automatische Gesichtserkennung zurück, in Europa sollen Nutzer Gesichtern manuell Namen zuordnen.

Die Foto-App „Moments“ gruppiert mit dem Smartphone aufgenommene Bilder nach Orten und fotografierten Personen. dpa

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Die Foto-App „Moments“ gruppiert mit dem Smartphone aufgenommene Bilder nach Orten und fotografierten Personen.

Menlo ParkFacebook bringt seine Foto-App „Moments“, mit der man unkompliziert Bilder mit Freunden teilen kann, wegen des Widerstands von Datenschützern fast ein Jahr später und in einer überarbeiteten Version nach Europa.

In den USA greift die Software auf die automatische Gesichtserkennung von Facebook zurück, um die abgebildeten Personen auszuwählen, die die Fotos bekommen sollen. In der neuen Variante für Europa und Kanada muss ein Nutzer den in Bildern entdeckten Gesichtern erst manuell Namen zuordnen.

Alle Daten würden nur in der App gespeichert und komplett entfernt, wenn sie gelöscht werde, erklärte Produktmanager Will Ruben zum Start der überarbeiteten Version am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich funktioniert auch die Zuordnung von Gesichtern in gängigen Foto-Bearbeitungsprogrammen.

„Moments“ gruppiert mit dem Smartphone aufgenommene Bilder nach Orten und fotografierten Personen. Danach kann man die Fotos zum Beispiel von einer Hochzeit oder einem Ausflug mit ausgewählten Freunden teilen.

Facebook in Zahlen

Tägliche Nutzer

Im Dezember 2015 griffen jeden Tag 1,04 Milliarden Nutzer auf den Facebook-Dienst zu, davon 934 Millionen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Quelle: das Unternehmen.

Monatliche Nutzer

Pro Monat waren es im Dezember 2015 1,59 Milliarden Nutzer bei Facebook aktiv, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Videos

Täglich werden über vier Milliarden Videos auf der Facebook-Plattform abgerufen.

Kurznachrichten

Nutzer von Facebook-Apps verschicken täglich 45 Milliarden Kurzmitteilungen. Dem Konzern gehört neben dem Facebook Messenger auch der Dienst WhatsApp.

Instagram

Die Foto-Plattform Instagram wird jeden Monat von 400 Millionen Nutzern besucht.

Die Analyse der Fotos werde hauptsächlich auf dem Smartphone selbst erledigt, sagte Ruben. Auf die Cloud-Infrastruktur von Facebook werde nur für die nötigen Rechen-Ressourcen zugegriffen, zum Beispiel wenn Informationen wie der Abstand zwischen den Augen verarbeitet würden. Dort würden aber keine Daten gespeichert, betonte er.

Facebook hatte die automatische Gesichtserkennung in Europa bereits im September 2012 abgeschaltet. Datenschützer befürchteten, dass damit ohne vorherige Zusage biometrische Profile erstellt würden. Inzwischen gibt es auch eine Klage gegen die automatisierte Gesichtserkennungs-Funktion in den USA. Für Nutzer in den USA werde weiterhin nur die bisherige Version der „Moments“-App verfügbar sein, sagte Ruben.

Von

dpa

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