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18.06.2012

11:08 Uhr

Fairfax Media

Australiens Medienlandschaft gerät in Aufruhr

VonUrs Wälterlin

Die Zeitungsbranche Australiens steht vor einer großen Umwälzung. Das zweitgrößte Medienunternehmen hat die Entlassung von 1900 Mitarbeitern angekündigt. Doch eine Eignerin stockte ihren Anteil auf.

Meinungsvielfalt in Gefahr: Australiens zweitgrößte Mediengruppe Fairfax streicht Stellen. AFP

Meinungsvielfalt in Gefahr: Australiens zweitgrößte Mediengruppe Fairfax streicht Stellen.

SydneyDer Medienkonzern Fairfax Media reagiert auf schwindende Einkünfte aus dem Anzeigengeschäft mit einer Welle von Entlassungen und der Verlagerung des Angebotes auf digitale Medien. Wie der Vorstand am Montag bekannt gab, sollen im Verlauf der nächsten drei Jahre 1900 Stellen gestrichen werden. Die beiden Zeitungsdruckereibetriebe in Sydney und Melbourne werden geschlossen.

Die Tageszeitungen „Sydney Morning Herald“ und die Melbourner „The Age“ würden auf das Tabloid-Format verkleinert. Der bisher freie Zugang zu den Internet-Ausgaben dieser beiden Qualitätsblätter soll über eine „Paywall“ kostenpflichtig werden. Nach Rupert Murdochs News Limited ist Fairfax der zweitgrößte private Medienkonzern des Landes,

Das Ausmaß der Umstrukturierung hat Beobachter überrascht. Schon länger stand fest, dass der Konzern Schritte gegen den Schwund im traditionellen Zeitungsanzeigengeschäft unternehmen werde. Laut Fairfax sollen mit den Maßnahmen bis Mitte 2015 etwa 235 Millionen australische Dollar (187 Euro) Kosten einsparen.

Vor kurzem hatte der Konzern für das laufende Halbjahr gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres einen Rückgang des Gewinns von etwa acht Prozent in Aussicht gestellt. Die Gruppe rechnet für das am 30 Juni endende Finanzjahr mit einem Gewinn vor Steuern und außergewöhnlichen Posten von 500 Millionen australischen Dollar (398,4 Millionen Euro). Das wären 18 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wie Verlage in anderen Ländern sehen auch australische Printmedienunternehmen in der Druckmaschine immer weniger eine Zukunft. Die Werbung verschiebt sich zunehmend in Richtung digitale Medien. Obwohl Fairfax schon seit Jahren eine relativ starke und qualitativ gute Präsenz in den modernen Medien hat, generiert der Verlag noch immer etwa 85 Prozent seines Einkommens mit dem traditionellen Anzeigengeschäft. Auf die Umsätze drückt auch ein seit Jahren schwaches Verbrauchervertrauen.

Kommentare (1)

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Nebularis

18.06.2012, 12:15 Uhr

Bitte hoert im Zusammenhang mit "Tabloid"-Blaettern den Begriff "Qualitaetsmedien" zu gebrauchen. Damit macht Ihr Euch nur mit laecherlich. Dies trifft ja nicht einmal wirklich fuer die, die sich generell dafuer halten (FAZ, WELT etc.). Sie plappern immer wieder das nach was "scheinbar" Zentral vorgegeben wird.

Wenn Ihr ehrlich seid nennt Ihr sie z.B. Manipulations- oder Verdummungs-Blaetter oder aehliches.

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