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02.05.2012

20:44 Uhr

Festakt am Abend

Springer feiert den 100. Geburtstag seines Gründers

Großes Stelldichein für den größten deutschen Zeitungsverlag: Zum 100. Geburtstag von Axel Springer wurden zahlreiche prominente Gäste wie Bundespräsident Joachim Gauck auf dem roten Teppich erwartet.

Während der Feier wurde auch ein Musical mit Szenen aus dem Leben und der Zeit von Axel Springer aufgeführt. dpa

Während der Feier wurde auch ein Musical mit Szenen aus dem Leben und der Zeit von Axel Springer aufgeführt.

BerlinDas Medienhaus Axel Springer hat am Mittwoch den 100. Geburtstag seines Gründers gefeiert. Zu dem Festakt am Abend erschienen in der Berliner Konzernzentrale zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft. Erwartet wurden unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck und EU-Kommissarin Viviane Reding. Zu den Gästen, die über den roten Teppich schritten, gehörten Bahnchef Rüdiger Grube, der Herzspezialist Roland Hetzer, der Kunstmäzen Peter Raue, Verleger Florian Langenscheidt und ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

Aus der Bundespolitik nahmen neben anderen Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU), Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) am Empfang teil. Bereits Stunden zuvor hatte die Polizei das Firmenhochhaus in Berlin aus Sicherheitsgründen weiträumig abgeriegelt.

Springer-Verlag: Das Zeitungshaus ist im digitalen Zeitalter angekommen

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Zum 100. Geburtstag von Axel Springer konnte der Verlag Rekordzahlen verkünden. Vorstandschef Mathias Döpfner hat das Haus digital gut aufgestellt. Jeder dritte Euro wird heute bereits im Internet verdient.

Im Vorwort zu einer Verlagssonderausgabe zu Springers Geburtstag nannte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Mathias Döpfner, den 1985 gestorbenen Verlagsgründer einen „Helden der menschlichen Schwäche“. Er sei Axel Cäsar Springer zwar nie begegnet. Dieser habe Schwächen, Zweifel und Ängste zugegeben, aber sie immer dann überwunden, „wenn es wirklich darauf ankam“.

Springer hatte den Verlag nach dem Krieg gegründet, 1952 schuf er mit der „Bild“-Zeitung das Flaggschiff und die meistgelesene Zeitung in Deutschland. Der Verleger galt als einer der profiliertesten Medienmacher der Bundesrepublik. Zur Zeit der Studentenrevolte in den 60er Jahren wurde er aber auch heftig wegen der Attacken des Boulevardblatts auf die Protestbewegung kritisiert.

Axel Cäsar Springer: Der Widersprüchliche

Axel Cäsar Springer

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Wortmeldungen unbequemer Zeitzeugen zum 100. Geburtstag von Axel Cäsar Springer.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sprach von einem Wandel des öffentlichen Bildes von Springer. „Aus heutiger Sicht gilt: Axel Springer ist eine bedeutende Figur der Zeitgeschichte, und er war ein großer Berliner.“ Die Verwirklichung seiner Vision der „friedlichen Wiederherstellung der deutschen Einheit in Freiheit“ habe er bedauerlicherweise nicht mehr erlebt, erklärte Wowereit zum Geburtstag.

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sagte im Deutschlandradio Kultur, er könne nicht vergessen, was der Verlag zur Zeit der Studentenproteste angerichtet habe. Mit seinem Verlagshaus habe Axel Springer erheblich dazu beigetragen, dass die außerparlamentarische Opposition (APO) in weiten Teilen der Bevölkerung verhasst gewesen sei.

Zum Jubiläumsjahr schreibt der Konzern Rekordzahlen. 2011 stieg der Umsatz um zehn Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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68erTrifftAlt68erAufParty

02.05.2012, 21:43 Uhr

Schön wäre es wirklich gewesen, hätte Rudi Dutschke den 100ten Geburtstag von Axel noch erleben dürfen. Er wäre natürlich selbstredend zu den beginnenden Feierlichkeiten übers Jahr irgendwann als ZEITzeuge geladen worden.

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