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02.02.2012

19:39 Uhr

Filmverleih

Französische Komödie rettet Senator

VonHans-Peter Siebenhaar

ExklusivDie finanziell angeschlagene Senator Entertainment erwartet einen deutlichen Umsatzschub durch die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde“. Der Film könnte der größte Erfolg seit Firmengründung werden.

Omar Sy (links) und Francois Cluzet in der Komödie „Ziemlich beste Freunde“. dapd

Omar Sy (links) und Francois Cluzet in der Komödie „Ziemlich beste Freunde“.

Düsseldorf„Wir rechnen in Deutschland mit fünf bis sechs Millionen Zuschauern“, sagte Helge Sasse, Vorstand und Großaktionär der Berliner Filmfirma, dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). „Senator war in einer Existenzkrise. Doch die ist nun überwunden“, erklärte der Unternehmer . Für Senator wäre der Film damit der größte Erfolg seit Firmengründung. Seit Jahresbeginn im Verleih der Senator Entertainment hat sie bereits mehr als drei Millionen Besucher in die deutschen Kinos gelockt. „So einen wirtschaftlichen Erfolg gibt es im Leben eines Produzenten und Verleihers nur sehr, sehr selten“, sagte Sasse gestern.

Die bereits 1979 gegründete Senator erlebte viele Höhen und Tiefen. Zwischen 2004 und 2006 war das Unternehmen sogar insolvent. Auch danach blieben die Zahlen in den Bilanzen lange Zeit rot. Doch das ist plötzlich Vergangenheit. Sasse, einst Mitbegründer des Musikfernsehsenders Viva, strotzt vor Zuversicht „Das Faszinierende ist, dass es ein Film für alle Altersklassen ab zehn Jahren ist. Wie wir aus Zuschauerumfragen wissen, ist die Reaktion auf den Film zu 100 Prozent positiv. Das kommt so gut wie nie vor“, schwärmt der 55-jährige.

Dabei ist bei den Besucherzahlen in Deutschland und Österreich noch Luft nach oben. Denn in Frankreich hat der Kassenknüller bereits über 19 Millionen Menschen in die Kinos gezogen. „Ich bin ziemlich sicher, dass er ,Titanic' mit 20,7 Millionen Zuschauer schlagen wird. Dann wäre ,Ziemlich beste Freunde' der erfolgreichste Kinofilm in Frankreich aller Zeiten“, prognostiziert Sasse.

Allein im französischen Kino hat der Film über 150 Millionen Euro eingespielt. Dabei beliefen sich die Herstellungskosten schätzungsweise nur auf knapp zehn Millionen Euro. Senator soll angeblich nur wenige 100 000 Euro als Garantiesumme mit den die französischen Produktionsfirma Gaumont vereinbart haben. Sasse will sich zu solchen Vertragsdetails nicht äußern. „Der Rechteerwerb an ,Ziemlich beste Freunde' war für uns finanziell überschaubar", sagt er nur.

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