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12.11.2011

12:26 Uhr

Firmen-Software

SAP will Bestmarke knacken

Trotz Krise investieren Unternehmen in Software-Produkte - und davon profitiert der SAP-Konzern. In einem Interview erklärte Co-CEO Snabe, der Erlös in dem Bereich werde wohl deutlich über der Bestmarke von 2010 liegen.

Dem Softwarehersteller SAP scheint die Krise nicht viel anhaben zu können. dpa

Dem Softwarehersteller SAP scheint die Krise nicht viel anhaben zu können.

FrankfurtDer Walldorfer Konzern SAP sieht auch im vierten Quartal 2011 kein Abreißen der Nachfrage nach Firmen-Software. „Die Unternehmen investieren weiterhin strategisch in Innovationen“, sagte SAP-Co-CEO Jim Hagemann Snabe der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Eine zunehmende Vorsicht der Kunden bei Investitionen in neue Software-Produkte angesichts trüber Konjunkturaussichten im Zuge der Staatsschuldenkrise kann Snabe demnach nicht erkennen. „Gerade in schwierigen Zeiten müssen Unternehmen Marktentwicklungen besser vorhersehen, schneller reagieren und genauer steuern. Das geht nur mit innovativer Software“, sagte Snabe, der SAP zusammen mit Bill McDermott führt.

Erst Ende Oktober hatten Snabe und McDermott bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal erklärt, dass am Jahresende die Software- und Service-Erlöse bei konstanten Wechselkursen wohl zwölf bis 14 Prozent über der bisherigen Bestmarke von 9,87 Milliarden Euro liegen dürften. Auch für das kommende Jahr geht Snabe nach eigenen Worten von weiteren Zuwächsen aus.

Um das für 2015 angepeilte Ziel von 20 Milliarden Euro Umsatz zu erreichen, benötige der Weltmarktführer für Unternehmens-Software ein durchschnittliches Umsatzplus von zehn Prozent pro Jahr. „Wir wollen da keine Kurve wie bei einem Hockey-Schläger haben, sondern kontinuierliches Wachstum“, sagte Snabe der Zeitung.

Zur Verwendung des hohen Bargeldbestands sieht Snabe verschiedene Möglichkeiten. „Das fängt mit der Dividende an. Wir haben bereits im Vorjahr die Ausschüttung an unsere Aktionäre erhöht“, sagte der Manager an. „Zudem haben wir angekündigt, Aktienrückkäufe zu prüfen.“ Auch könne das Geld für Zukäufe ausgegeben werden, die SAP strategisch stärkten. Dies könne im Kerngeschäft sein, bei der In-Memory-Technologie, Cloud-Computing, Mobillösungen oder auch in neuen Bereichen, sagte Snabe.

Von

rtr

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