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06.02.2014

11:21 Uhr

Firmen-Umbau

Alcatel will Verluste durch Teilverkauf reduzieren

Das Unternehmen will von den hohen Verlusten herunter, die Strategie sieht vor allem eines vor: Kürzen. Nachdem Alcatel bereits beschlossen hat, 10.000 Stellen zu streichen, geht es jetzt an den Verkauf ganzer Sparten.

Neues Wasser auf die Mühlen der Alcatel-Kritiker: Die Geschäftskundensparte soll an chinesische Investoren gehen. Anleger freuen sich hingegen über die Maßnahme. AFP

Neues Wasser auf die Mühlen der Alcatel-Kritiker: Die Geschäftskundensparte soll an chinesische Investoren gehen. Anleger freuen sich hingegen über die Maßnahme.

ParisDer Telekom-Ausrüster Alcatel-Lucent will nach einem erneuten Verlust im vergangenen Jahr seine Geschäftskundensparte verkaufen. Der Investmentfonds China Huaxin habe ein Angebot vorgelegt, teilte der französische Konzern am Donnerstag mit. Alcatel soll demnach einen Anteil von 15 Prozent behalten. In der Offerte werde der Geschäftsbereich mit 268 Millionen Euro bewertet. Der Verkauf soll bis zum dritten Quartal abgeschlossen sein und ist Teil eines Umbauprogramms, mit dem der neue Alcatel-Chef Michel Combes den defizitären Konzern aus der seit Jahren anhaltenden Krise bringen will. An der Börse kam die Offerte gut an: Die Alcatel-Aktie legte zu Handelsbeginn zeitweise um mehr als acht Prozent zu.

Alcatel hat mit der harten Konkurrenz durch den chinesischen Rivalen Huawei Technologies sowie die skandinavischen Konzerne Ericsson und Nokia NSN zu kämpfen und steckt tief in den roten Zahlen. 2013 lag der Verlust unter dem Strich bei 1,3 Milliarden Euro, das ist gut ein Drittel weniger als im Vorjahr. Ein Grund für das Minus ist eine Abschreibung auf das Mobilfunk-Geschäft und Kosten für den Stellenabbau. Bis 2015 sollen insgesamt 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Der Umsatz stagnierte bei knapp vier Milliarden Euro.

Von

rtr

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