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17.07.2015

13:40 Uhr

Flüchlingsheime

Google löscht Rassisten-Karte

Weil sie möglicherweise Hass gegen Flüchtlinge fördert, hat Google eine interaktive Karte mit Flüchtlingsheimen gelöscht. Aktivisten hatten den Suchmaschinen-Konzern dazu aufgefordert – aus Angst vor weiteren Anschlägen.

Der Fall der Flüchtlingsheim-Karte hat das Unternehmen mehrere Tage beschäftigt. ap

Google

Der Fall der Flüchtlingsheim-Karte hat das Unternehmen mehrere Tage beschäftigt.

HamburgGoogle hat eine umstrittene interaktive Landkarte, auf der mehrere hundert Heime für Asylbewerber in Deutschland verzeichnet waren, aus dem Netz genommen. Beim Aufruf des Links auf die Karte „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft“ erscheint nun nur noch der Hinweis, der Inhalt verstoße gegen die Geschäftsbedingungen und die Richtlinien von Google. Über die Löschung hatte „Spiegel Online“ zuerst berichtet.

„Wir erachten den Zugang zu Informationen und die freie Meinungsäußerung als außerordentlich wichtig“, sagte Sprecherin Lena Heuermann dem Portal. „Wann immer Inhalte illegal sind, entfernen wir sie von unseren Produkten. So verfahren wir auch mit Inhalten, die gegen unsere Richtlinien und Nutzungsbedingungen verstoßen, wozu auch das Zufügen von Schaden sowie die Förderung von Hass gehören.“

Google-Maps-Projekt: Rassisten verbreiten Flüchtlingsheim-Karte

Google-Maps-Projekt

Rassisten verbreiten Flüchtlingsheim-Karte

Im Internet kursiert eine Karte, auf der die Orte von deutschen Asylheimen eingetragen sind. Die Macher des Projekts haben offenbar einen rechtsextremen Hintergrund. Doch ein paar User haben die Daten zweckentfremdet.

Google ermöglicht es Internet-Nutzern, auf seiner Plattform eigene interaktive Karten zu erstellen. Das Unternehmen hatte den Fall mehrere Tage lang geprüft. Aktivisten hatten Google zum Löschen aufgefordert, weil die Karte zu Anschlägen auf Flüchtlinge ermutigen könnte. Zuletzt hatten Unbekannte in Reichertshofen nahe Ingolstadt Feuer an zwei Eingängen eines Heims für Asylbewerber gelegt.

Von

dpa

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